Energiemonitoring: Tirols Energiebedarf sinkt stetig

Das Land Tirol präsentierte vor kurzem den Bericht „Energiemonitoring 2013“. Erfreulich ist, dass der Energiebedarf – entgegengesetzt zum Bevölkerungswachstum – sinkt.

Der Bericht „Tiroler Energiemonitoring 2013″ zeigt laut LH-Stv. ÖR Josef Geisler deutlich auf, dass in Tirol der Energiebedarf vom Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum entkoppelt werden konnte. „Seit nunmehr sieben Jahren verzeichnen wir ein tendenzielles Absinken des Energiebedarfs bei gleichzeitig stetigem Anstieg des Anteils erneuerbarer Energien. Somit zeigen die von uns in den letzten Jahren getroffenen Maßnahmen in Bezug auf Sparen, Effizienzsteigerung und Nutzung heimischer Ressourcen gute Wirkung“, freute sich das für das Energiewesen zuständige Regierungsmitglied vor kurzem bei der Präsentation des Berichtes.

Es brauche jedoch weitere Anstrengungen, um die bis zum Jahr 2050 angestrebte Energieautonomie zu erreichen. Dazu gehöre auch die Anwendung der Wasserstofftechnologie. „Ab Spätherbst kann man in Nordtirol Wasserstoffautos anmieten. Wenn wir unseren Weg fortsetzen, sollten die kohlendioxidbelastenden fossilen Energieträger – wie Öl, Kohle und Gas – vollständig verdrängt werden können“, so Geisler. Deshalb liege das Hauptaugenmerk auf der Forcierung heimischer erneuerbarer Energieträger. „Dazu haben wir im Regierungsübereinkommen Maßnahmen zum Ausbau von Großwasserkraftwerken, zur Errichtung von Regionalwasserkraftwerken mit Gemeindebeteiligung und zur Revitalisierung von Kleinwasserkraftwerken verstärkt in Angriff genommen“, betonte der Energiereferent.

Laut DI Stephan Oblasser, Energiebeauftragter des Landes, sei neben dem Energiemonitoring auch wichtig, das Handeln aller Akteure im Energiebereich zu bündeln und in eine gemeinsame Richtung zu lenken. Für den Geschäftsführer von Wasser Tirol – Dr. Ernst Fleischhacker – kommt Strom künftig die entscheidende Rolle in der Energieversorgung zu. „Strom muss in Zukunft verstärkt aus den eigenen Ressourcen – Photovoltaik, Wind, vor allem aber auch aus der Wasserkraft – gewonnen werden“, so Fleischhacker.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Land Tirol/Sick

 

12. Juni 2014 um