Ehrung für zwei Biomasse-Pioniere aus Osttirol

1992 begann der Siegeszug der Nahwärme aus Energieholz. Heute werden 17 % des Tiroler Gesamtenergiebedarfs damit gedeckt. Vor Kurzem wurden Pioniere aus ganz Tirol geehrt.

„In den vergangenen zehn bis zwanzig Jahren ist es gelungen, einen Gutteil des Wärmemarktes zu erobern und fossile Energieträger zurückzudrängen“, so Tirols Energiereferent LH-Stv. Josef Geisler anlässlich der Tagung „25 Jahre Biomasseheizwerke in Tirol“. Wurden im Jahr 2003 noch zwei Drittel der Haushalte mit fossilen Energieträgern beheizt, werden heute 50 Prozent der Haushalte mit Wärme aus erneuerbaren Energieträgern, allen voran Biomasse, versorgt. Die Biomasse ist gemeinsam mit der Solar- und Umweltwärme sowie der Wasserkraft inzwischen als ein Schlüssel zur Energieunabhängigkeit Tirols und als Rückgrat der regionalen Wärmeerzeugung zu werten. Gleichzeitig wurden und werden Arbeitsplätze und Wertschöpfung im ländlichen Raum gesichert. Bis zum Jahr 2050 will Tirol seinen Energieverbrauch halbieren und aus heimischen, erneuerbaren Energieträgern decken.

Dass aller Anfang schwer war, wissen die im Zuge der Tagung geehrten Pioniere aus dem Bereich der Heizwerke, unter ihnen auch zwei Osttiroler. Zwei Jahre nach der ersten Nordtiroler Anlage, 1994, wurde Robert Ladstätter mit der „Lichtgenossenschaft St. Jakob im Defereggen“ in Sachen Biomasse aktiv. Die Regionalenergie Osttirol, geführt von Andreas Blassnig, stieg 1996 mit dem Biomasse-Heizwerk an der Landwirtschaftlichen Lehranstalt Lienz in den Ring. Heute betreibt sie 20 Anlagen und Mikronetze in ganz Osttirol.

Text: Redaktion, Foto: Land Tirol/Entstrasser-Müller

08. Dezember 2017 um