Dolomitenbad: Einigung mit Saunapächter
Das Angebot einer Entschädigung von 100.000 Euro für die Kündigung des Pachtvertrages hat Dr. Kurt Brunner am Mittwochnachmittag angenommen.
„Wir haben in den letzten zwei Wochen viel mit dem Saunapächter des Dolomitenbades, Dr. Kurt Brunner, verhandelt. Ich bin zuversichtlich, dass er heute Nachmittag beim Gerichtstermin unser Angebot einer Einmalzahlung von 100.000 Euro annehmen wird“, sagte die Lienzer Bürgermeisterin am Mittwochvormittag.
Vor zwei Wochen hatte der Lienzer Gemeinderat beschlossen, dem Saunapächter 100.000 Euro anzubieten, damit der Pachtvertrag aufgelöst werden kann. Mit 31. Dezember 2014 stellte die Stadt Kurt Brunner die schriftliche Kündigung des Pachtvertrages zu. Der Saunapächter erhob Einspruch und behauptete, es handle sich beim Sauna-Pachtvertrag um ein kündigungsgeschütztes, unbefristetes Mietverhältnis. Er forderte eine Zahlung von 100.000 Euro, die Übernahme der Anwaltskosten von ca. 12.000 Euro und 5.000 Kubikmeter Wasser jährlich auf Lebenszeit.
Der Stadtrat empfahl einen Generalvergleich mit einer einmaligen Abschlagszahlung von 100.000 Euro sowie sofortiger Schließung und Räumung der Sauna im Dolomitenbad durch Kurt Brunner. Nach dem Gemeinderatsbeschluss vom 11. Februar 2015 hatte sich Kurt Brunner 14 Tage Bedenkzeit erbeten. Heute am letzten Tag dieser Frist hat er vor Gericht die Einigung unterschrieben und damit das Angebot einer einmaligen Zahlung von 100.000 Euro angenommen. Hätte er dies nicht getan, hätte der Umbau des Lienzer Dolomitenbades sofort gestoppt werden müssen, und das Projekt wäre im schlechtesten Falle um Jahre verzögert worden.
Text: Raimund Mühlburger, Foto/Grafik: Stadt Lienz/Greiderer
