Dolomitenbad: Fernwärme und optionale Rutsche
Die Fernwärme als Energieträger und eine Rutsche, wenn sie im Kostenrahmen Platz findet, wurde bei der jüngsten Lienzer GR-Sitzung für das Dolomitenbad beschlossen.
Einmal mehr stand bei der Lienzer Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 27. März 2014, der Um- und Zubau des Dolomitenbades zur Diskussion. Es ging diesmal um die Energieversorgung und um die Rutsche. Als Energieträger stand die Errichtung einer Wärmepumpe oder der Anschluss an das Fernwärme-Netz der Stadtwärme Lienz zur Diskussion. „Eine Wärmepumpe können wir aufgrund der hohen Kosten nur in Kombination mit einem zweiten Nutzer errichten“, erklärte Bürgermeisterin LA DI Elisabeth Blanik (SPÖ). Beratungen innerhalb der Steuerungsgruppe hätten ergeben, dass sich das geplante Kaufhaus Lienz als zusätzlicher Nutzer einer Wärmepumpe anbieten würde. Hierzu müsste ein eigener Brunnen errichtet werden. „Die Wärmpumpe allein kostet 490.000 Euro, mit der Errichtung eines Brunnens, den Leitungen und der Querung von Bahntrasse und Drau kämen wir auf Kosten von über einer Mio. Euro“, rechnete die Bürgermeisterin vor.
Die Kosten für die Fernwärme als Energieträger belaufen sich hingegen nur auf rund 100.000 Euro – darin enthalten sind die zu 50% ermäßigten Anschlusskosten und die Kosten für die Badewasserleitungen. „Sowohl die Steuerungsgruppe als auch der Stadtrat empfehlen aufgrund dieser viel geringeren Kosten den Anschluss an die Stadtwärme“, so Blanik. „Ich gebe auch der Stadtwärme den Vorzug. Wir haben uns immer für erneuerbare Energien ausgesprochen, und die Stadtwärme hat uns sehr geholfen, die Feinstaubbelastung im Talboden in den Griff zu bekommen“, sprach sich auch Stadtrat Christian Zanon (ÖVP) für die Fernwärme aus. Die Abstimmung erfolgte schließlich einstimmig für die Fernwärme als Energieträger im umgebauten Dolomitenbad.
Zum Thema Rutsche wurde eine Ergänzung zum Raumbuch beschlossen. Die Kostenschätzung für die Rutsche beläuft sich auf 942.000 Euro. „Es muss für die Rutsche ein eigener Turm errichtet werden, um zu viel Lärm im Bad und Wärmeverlust zu vermeiden“, erklärte die Bürgermeisterin die relativ hohen Kosten. Auch Stadtrat Zanon betonte, dass es wichtig sei, die Rutsche als eigenes Modul zu bauen. „Mit einer Höhe des Turmes von 12 Metern und einer ca. 90 Meter langen Rutsche mit einem Durchmesser von rund 1,2 Metern hätten wir ein attraktives Zusatzangebot im Dolomitenbad“, so Zanon.
Die Bürgermeisterin schlug vor, die Rutsche nur dann einzubauen, wenn die Kosten dafür in der veranschlagten Kostendeckelung von 14,4 Mio. Euro untergebracht werden können. „Mit der Totalunternehmerausschreibung haben wir uns ein Kostenlimit für den gesamten Um- und Zubau des Dolomitenbades gesetzt. Sollte ein Angebot rund eine Million Euro unter diesem Limit liegen, können wir die Rutsche bauen, sonst eben nicht“, betonte Blanik. Die Abstimmung für diese Ergänzung des Raumbuches erfolgte einstimmig.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Visualisierung Machne Architekten



