Diverse Beschlüsse im Lienzer Gemeinderat
Am 11.2. diskutierten die Mandatare auch die Breitbandversorgung, die Verlängerung des TAP-Vereins, den Egger-Lienz‘ „Totentanz“ sowie die Schenkung der Bergbahnen-Aktien.
23.764 Euro investiert die Stadt Lienz in eine Studie des Tiroler Informationstechnologie-Spezialunternehmens LWL (Lichtwellenleiter Competence Center), welches die Breitbandversorgung des Planungsverbandes „Lienz und Umgebung“, der 15 Gemeinden und rund 25.000 Einwohner umfasst, ermitteln soll. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Quote von zwei Euro pro Stadtbewohner.
Am 31. Dezember 2013 endete das mit knapp einer Million Euro finanzierte Interreg-Projekt des Vereines TAP (Tirol Archiv für photographische Dokumentation und Kunst). In der dreijährigen Projektzeit sammelten sich über 105.000 fotografische Exponate an. Nun wird die Laufzeit des Vereines, der in Zusammenarbeit mit dem RMO gemeinsam mit der Stadtgemeinde Lienz und der Stadtgemeinde Bruneck konzipiert und betrieben wird, bis 31. März 2015 verlängert. Dafür leistet die Stadt Lienz einen Beitrag von 70.000 Euro.
Etwa 40.000 Besucher erwartet sich Museumsleiterin Silvia Ebner für die am 15. Juni auf Schloss Bruck startende Ausstellung „Totentanz: Egger Lienz und der Krieg”. Zuvor wandert die besondere Schau, welche die fünf Fassungen des bekannten Werkes „Totentanz“ zeigt, ins Wiener Belvedere. Ursprünglich wurden 120.000 Euro für die Aktion budgetiert, der Finanzausschuss jedoch kürzte den Beitrag der Stadt Lienz auf 80.000 Euro. Die Transportkosten für die hochsensiblen Kunstwerke belaufen sich auf 50.000 Euro, so Bürgermeisterin Elisabeth Blanik, was einen Gesamtaufwand von 130.000 Euro ergebe. Verschiedene Ideen zur Reduzierung der Kosten stünden im Raum, so Blanik, unter anderem die Erhöhung der Eintrittspreise oder die Suche nach Sponsoren. Der Gesamtkostenaufwand von 130.000 Euro wurde vom Gemeinderat beschlossen.
2,62 Euro ist eine Aktie der Lienzer Bergbahnen AG wert. Die RLB Tirol AG übergab nun der Stadt Lienz ihre Anteile in Form einer Schenkung. Mit seinem Beschluss des dazu erforderlichen Vertrages nahm der Lienzer Gemeinderat das Geschenk im Wert von insgesamt 5.872 Euro an. Hauptaktionär bleibt weiterhin der TVBO mit knapp über 50 Prozent.
Text: Judith Goritschnig, Foto: Brunner Images
