Digitalisierungsoffensive: Land Tirol fördert elf Osttiroler Schulen

2018 hat das Land Tirol mit dem umfassenden Ausbau der Digitalisierung an Tirols Schulen begonnen und stellt bis 2024 dafür rund 7 Millionen Euro zur Verfügung.

Tablets, Lernlabore, multimediale Arbeitsplätze, spezielle Lego-Baukästen und flächendeckendes WLAN – die Tiroler Schulen werden digital. „Spätestens während der Corona-Pandemie wurde klar, wie wichtig es ist, dass Schulen mit modernster IT-Infrastruktur ausgestattet werden und dass sowohl die Kinder und Jugendlichen als auch die Lehrpersonen mit den digitalen Medien arbeiten können. Das Land Tirol hat 2018 mit dem umfassenden Ausbau der Digitalisierung an Tirols Schulen begonnen und stellt dafür bis 2024 insgesamt rund sieben Millionen Euro zur Verfügung – dies hat sich auf jeden Fall bereits bezahlt gemacht“, zeigte sich Bildungslandesrätin Beate Palfrader bei einem Lokalaugenschein in der Volksschule Arzl in Innsbruck überzeugt.

Die Digitalisierungsoffensive setzt sich grundsätzlich aus der Basisfinanzierung in der Höhe von fünf Millionen Euro und dem Covid-19-Zusatzbudget in der Höhe von zwei Millionen Euro zusammen. Der Fokus liegt auf Infrastruktur- und IT-Ausstattung mit digitalen Lehr- und Lernlaboren. Das Ziel ist es, flächendeckend alle Tiroler Schulen in diesem Bereich optimal auszustatten. So wurden seit dem Projektstart im Schuljahr 2018/19 insgesamt 428 Schulen gefördert – das sind 2.809 Klassen, die mit IT-Infrastruktur ausgestattet wurden.

Auch für das kommende Schuljahr 2022/23 haben sich bereits 104 Schulen mit insgesamt 448 Klassen angemeldet. Zur Verfügung gestellt werden insgesamt 647.000 Euro, davon 42.500 Euro für elf Osttiroler Schulen.

IT-Kompetenzen für Lehrpersonen

Die Digitalisierungsoffensive setzt auch auf Kompetenzbildung bei Lehrpersonen. „Digitale Kompetenzen wie Medienbildung und der kritische Umgang mit sozialen Medien müssen erlernt werden. Aus diesem Grund gibt es auch eine Aus- und Fortbildungsoffensive rund um ‚eEducation‘ für Lehrpersonen, damit sie den Kindern und Jugendlichen das nötige Werkzeug mitgeben können“, berichtet die Bildungslandesrätin.

Im laufenden Schuljahr haben 3.416 Lehrpersonen an 88 Fortbildung zur Thematik digitales Unterrichten teilgenommen. Die Angebote reichen vom Einstiegskurs im Umgang mit mobilen Endgeräten über das Erstellen von Lernvideos bis zum Einsatz von 3D-Druck und Lasercutter.

 

Text: Redaktion, Foto: Land Tirol/Brandhuber

23. Juni 2022 um