Deutlicher Anstieg der Brände in Tirol
In der Jahresstatistik 2011 der Tiroler Landesstelle für Brandverhütung werden 844 Brände angeführt, diese verursachten einen Schaden von mehr als 47 Millionen Euro.
844 Brände wurden 2011 in Tirol statistisch erfasst, 2010 waren es noch 540, das bedeutet einen Anstieg von über 50 Prozent innerhalb eines Jahres. Die Schadenssumme lag mit 47 Mio. Euro in weiterer Folge auch deutlich über jener von 2010 mit 27 Mio. Euro.
2011 gab es drei Brandtote, alle drei Opfer waren SeniorInnen. „Das Risiko für hochbetagte Personen, bei einem Brand ums Leben zu kommen, ist 40 Mal höher als für einen Jugendlichen“, so Steixner. Er appelliert vor allem an ältere, mobilitätseingeschränkte Personen, mehr Vorsicht walten zu lassen. Der größte finanzielle Einzelschaden war im Bundesland Tirol 2011 der Brand der MPreis-Bäckerei in Völs mit einer Schadenssumme von 23,3 Mio. Euro. Die Brandursache waren Flämmarbeiten. Während die Anzahl der Großbrände 2011 leicht rückläufig war, ist die Zahl der Kleinbrände stark gestiegen. „Dass die Anzahl der Großbrände im Abnehmen begriffen ist, hat einerseits mit den kurzen Eingriffszeiten der Feuerwehr zu tun und andererseits auch mit dem hohen Ausbildungsstand der Einsatzkräfte“, lobt der Tiroler Sicherheitsreferent Anton Steixner den engagierten Einsatz und die hohe Qualität der vielen tausend Ehrenamtlichen in den Feuerwehren und der Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr Innsbruck.
Tätigkeitsbericht 2011 der Tiroler Landesstelle für Brandverhütung hier zum Download
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Land Tirol