„Denkbar beste Lösung für Gemeinde Ainet“

In einem Pressegespräch nahm gestern der Aineter Bürgermeister Mag. Karl Poppeller zu Medienberichten und Vorwürfen der Liste Fritz Stellung.

Im Jahre 1977 hatte der damalige Bürgermeister der Gemeinde Ainet, Alois Girstmair, mit der örtlichen Agrargemeinschaft  eine Vereinbarung geschlossen, die bis heute gültig ist und die Bgm. Karl Poppeller im Rahmen des Pressegespräches am 17.1.2013 als „auch aus heutiger Sicht beste aller denkbaren Lösungen“  für seinen Heimatort bezeichnete.

Die Agrargemeinschaft hatte damals auf ihre Weide- und Holznutzungsrechte auf den Flächen der Gemeinde verzichtet, was so Poppeller, bei der heutigen Förderlage eine enorme Einbuße für die Bauern darstelle. Auf den so gewonnenen Flächen konnten Betriebe angesiedelt, ein Sport- und Freizeitzentrum errichtet werden und ein Gewerbegebiet entstehen. Im Tausch dafür erhielt die Agrargemeinschaft  95 Hektar gemeindeeigenen Hochwald, von dem die Hälfte Wirtschaftswald ist. Bei einem jährlichen Holzeinschlag von rd. 230 fm kann die Agrargemeinschaft daraus pro Jahr, so der Bürgermeister weiter, einen Nettoerlös von 13.000 Euro erzielen, der als Aufwandsdeckung dient.

Besonders wichtig für Ainet war und ist aus Sicht Poppellers aber die Tatsache, dass mit Girstmairs Regelung Streitigkeiten, die sich über zwei Jahrzehnte hingezogen hatten, beigelegt und damit das „Miteinander“ in der Iseltaler Gemeinde gesichert werden konnten. Dass er im Sommer 2011 keinen Einspruch gegen das erstinstanzliche Urteil der Behörde eingelegt habe, begründete der erfahrene Politiker unter anderem auch damit, dass eine neuerliche Diskussion über die Bewertung der Rechte und deren Entschädigung auch für die Gemeinde ein großes Risiko dargestellt und eine weitere Auseinandersetzung um Vermögen nur den Frieden im Ort gefährdet hätte. „Ich habe diese Entscheidung zum Wohle der Gemeinde Ainet und ihrer BürgerInnen getroffen und habe im Gemeinderat darüber auch informiert“, erläuterte Poppeller sein Vorgehen. Er schloss damit klar aus, das er in der Agrarfrage wider besseres Wissen gegen die Gemeindeinteressen gehandelt habe und wies auch Vorwürfe der Nutznießerschaft seiner Familie im Rahmen der Agrarlösung vehement zurück. „Ich habe nie geleugnet, dass ich bäuerlicher Herkunft bin. Die gegen mich und meine Familie erhobenen Vorwürfe und Spekulationen entbehren jeglicher Grundlage“, versicherte der Bürgermeister abschließend.

Text und Foto: Journal/Sulzenbacher

18. Januar 2013 um