„Corona-Assistenzeinsatz“ auch für die Grenze in Sillian angefordert
Um durchgehende Kontrollen an Tirols südlichen Grenzen bestmöglich sicherzustellen, hat Tirols LH Günther Platter einen Assistenzeinsatz des Bundesheeres angefordert.
„Neben breit angelegten Testungen von ReiserückkehrerInnen sind auch verstärkte gesundheitspolizeiliche Kontrollen an der gesamten Südgrenze des Bundeslandes Tirol unverzichtbar, um die steigenden Coronavirus-Zahlen unter Kontrolle zu halten“, so LH Günther Platter, der am Mittwoch, 19. August, 120 SoldatInnen im Rahmen eines Assistenzeinsatzes angefordert hat.
„Die Bundesregierung hat gestern auf die Forderung nach verstärkten Gesundheitskontrollen an der Südgrenze, die ich bereits letzte Woche ausgesprochen habe, reagiert und diese vor allem in Tirol und Kärnten angekündigt. Um die Behörden bei diesen gesundheitspolizeilichen Kontrollen bestmöglich zu unterstützen, habe ich heute nach Absprache mit Bundeskanzler Sebastian Kurz, Innenminister Karl Nehammer und Verteidigungsministerin Klaudia Tanner einen Assistenzeinsatz des Bundesheeres mit 120 Soldatinnen und Soldaten angefordert“, sagt der Tiroler Landeshauptmann. Insgesamt werden vonseiten des Verteidigungsministeriums österreichweit 800 SoldatInnen zur Unterstützung bei gesundheitsbehördlichen Aufgaben zur Verfügung gestellt.
Die gesundheitspolizeilichen Kontrollen sollen neben dem Grenzübergang am Brenner auch am Reschenpass und in Sillian stattfinden. „Derzeit stehen allein in Tirol mindestens 67 positive Testergebnisse im direkten oder indirekten Zusammenhang mit einer Rückkehr aus Kroatien. Ebenso viele gelten als enge Kontaktpersonen zu ReiserückkehrerInnen, die sich damit derzeit ebenfalls in Quarantäne befinden. Je schneller mögliche Erkrankungen erkannt und identifiziert werden, desto eher können weitere Infektionsketten eingedämmt werden. Daher sollen möglichst durchgehende Gesundheitskontrollen an den Südgrenzen Tirols sichergestellt werden, um beispielsweise Personen mit Fieber bereits bei ihrer Einreise ausfindig zu machen und weitere Schritte setzen zu können. Es braucht dafür auch Testmöglichkeiten direkt an der Grenze“, sagt LH Platter.
Der Tiroler Landeshauptmann fordert auch „schnellstmögliche Klarheit über die konkrete Ausgestaltung der Gesundheitskontrollen“. „Wir ersuchen das zuständige Gesundheitsministerium, für diese Klarheit zu sorgen, damit sich die Bundesländer – allen voran Tirol und Kärnten – daran orientieren können“, so Platter.
Die Unterstützung vonseiten des Bundesheers gemeinsam mit der Polizei betrifft die Durchführung von Kontrollen auf Basis der entsprechenden Verordnungen des Gesundheitsministers. Vor allem geht es darum, Fiebermessungen und Gesundheitschecks durchzuführen und die Formalitäten einer Einreise zu klären.
Text: Redaktion, Foto: Osttirol heute

