Bundesminister zeichnet Osttiroler e5 Gemeinde aus

Virgen zählt zu den vorbildlichsten Klimaschutzgemeinden Österreichs und wurde am vergangenen Freitag von Bundesminister Andrä Rupprechter ausgezeichnet.

Unter anderem wurde das Gemeindehaus mit dem nachwachsenden Rohstoff Hanf gedämmt, das Ortszentrum wird mit Biomasse-Nahwärme versorgt und ein Kleinwasserkraftwerk erzeugt Strom für die Virgener Haushalte. Zusätzlich sind die Virgener alternativ mit dem „Virger Mobil“ im Gemeindegebiet unterwegs – ohne eigenes Auto und zu einem günstigen Preis.

„Mein Ziel für Österreich ist der Umbau unseres Energiesystems. Das heißt: weg von der Abhängigkeit von Öl und Gas, hin zu erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse. Unser Schwerpunkt ‚Unternehmen: Energiewende‘ erfordert die Bündelung aller gesellschaftlichen Kräfte: Politik, Betriebe und alle Österreicherinnen und Österreicher können einen wertvollen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten und klimaaktiv werden. Durch unsere gemeinsamen Anstrengungen bleibt Österreich lebenswert“, so Umweltminister Andrä Rupprechter anlässlich der Auszeichnung.

Die Gemeinde Virgen hat 85% aller möglichen Klimaschutz- und Energiemaßnahmen umgesetzt und liegt im Ranking der e5 Gemeinden österreichweit an 3. Stelle und europaweit an 6. Stelle. Virgen ist damit Vorbild – in Österreich und in Europa. Dafür überreichte Umweltminister Andrä Rupprechter am 22.8.2014 dem Bürgermeister der Gemeinde Virgen, Dietmar Ruggenthaler, eine klimaaktiv-Auszeichnung.

Speziell für Gemeinden und seit kurzem auch für Regionen wird durch klimaaktiv mit e5 ein Qualitätssicherungs- und Coaching-Instrument bereitgestellt, das Gemeinden aktiviert und unterstützt, ihre Energiepolitik zu modernisieren, Energie effizienter zu nutzen, Klimaschutzziele festzulegen und auch zu erreichen sowie erneuerbare Energieträger verstärkt einzusetzen. Die Gemeinden haben die Chance, ein bis fünf „e“ als sichtbares Markenzeichen für die erzielten Erfolge zu erreichen. Diese Auszeichnung wird nach einem standardisierten Auditierungs- und Zertifizierungsverfahren vergeben, sodass ein objektiver Maßstab für die Gemeindearbeit österreichweit zur Verfügung steht. Insgesamt leben heute bereits 20 Prozent der österreichischen Bevölkerung in e5-Gemeinden und Regionen.

Text: Redaktion, Foto: Gemeinde Virgen/Franz Holzer

 

 

 

25. August 2014 um