Budget für Menschen mit Behinderung startet

Im Rahmen des Pilotprojektes „Persönliches Budget für Menschen mit Behinderung“ erhalten 14 Personen in Tirol in Zukunft eine Direktzahlung statt Sachleistungen.

„Individuell, gezielt und flexibel – das sind die Wünsche von Menschen mit Behinderung, wenn es um die Unterstützungsleistungen für die Bewältigung des Alltags geht“, fasst Tirols Soziallandesrätin Dr. Christine Baur die Forderungen von InteressensvertreterInnen zusammen, die im Rahmen der Neuausrichtung der Behindertenbeihilfe erarbeitet wurden. Bisher unterstützt das Land Tirol Menschen mit Behinderung mit Sachleistungen. 14 Personen erhalten nun im Rahmen eines Pilotprojektes anstelle dieser Sachleistungen eine Direktzahlung. „Über dieses Geld – das sogenannte ,Persönliche Budget‘ – können sie frei, aber zweckgebunden und mit Verwendungsnachweis verfügen“, erklärt dazu die Soziallandesrätin.

Erfahrungen aus anderen Bundesländern und Deutschland zeigen, dass das Persönliche Budget zur Verbesserung der Lebensqualität, zur Entlastung der Angehörigen und zu mehr Selbstbestimmung sowie gesellschaftlicher Teilhabe von Menschen mit Behinderung führt. Das Pilotprojekt ist auf eineinhalb Jahre, maximal bis Ende 2017, mit der Option auf Verlängerung angelegt. In dieser Zeit haben die ProjektteilnehmerInnen die Möglichkeit, Dienstleistungen – wie Persönliche Assistenz oder Mobile Begleitung – entweder von einem Dienstleister zu beziehen oder als ArbeitgeberInnen selbst ihre AssistentInnen anzustellen. Auch eine Kombination aus beiden Modellen ist möglich. Im Rahmen des Projekts entstehen keine zusätzlichen Kosten, da die von der Tiroler Behindertenhilfe finanzierten Sachleistungen lediglich in Direktzahlungen umgewandelt werden.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: ÖRK

25. Februar 2016 um