Lienz: Budget 2016 mit rund 49,5 Mio. Euro beschlossen
Größtenteils Einstimmigkeit herrschte beim Budgetbeschluss für das Jahr 2016 im Lienzer Gemeinderat. Einzig beim Teilbetrag für den Damenweltcup gab es 2 Gegenstimmen.
Mittelanforderungen in Höhe von mehr als 7,6 Mio. Euro gab es für das Jahr 2016. Einige mussten zur Gänze gestrichen werden, viele wurden reduziert, teilte Bgm. LA DI Elisabeth Blanik zur Einleitung des Tagesordnungspunktes 10 „Festsetzung des Voranschlages der Stadtgemeinde Lienz und des Wirtschaftsplanes des Städt. Wasserwerkes für das Haushaltsjahr 2016″ bei der Gemeinderatssitzung am Montag, 21. Dezember 2015, mit. 35.967.100 Euro sind im ordentlichen Haushalt, 13.497.800 im außerordentlichen Haushalt vorgesehen. Der Wirtschaftsplan des Städt. Wasserwerkes für 2016 zeigt 3.995.300 Euro auf der Einnahmen- und 4.034.600 Euro auf der Ausgabenseite, das ergibt also einen kalkulierten Verlust von 39.300 Euro.
„Wir haben am 10., 16. und 24. November intensiv am Budget gearbeitet. Einige Posten – wie zum Beispiel Baukostenbeiträge für Berg- und Wasserrettung sowie Mittel für die Beleuchtung – mussten vom ordentlichen in den außerordentlichen Haushalt umgeschichtet werden“, so die Bürgermeisterin. Aufgrund der Vorausberechnungen ergibt sich für Ende 2016 ein Verschuldungsgrad von 40,28%, Ende 2015 waren es noch 38,88%. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt bei 11.883 Einwohnern (Stand 31.10.2014) 1.428,73 Euro. „Wir haben jetzt noch einen mittleren Verschuldungsgrad, bewegen uns aber in Richtung starke Verschuldung“, so Blanik. Bei der Abstimmung über die einzelnen Gruppen des ordentlichen Haushalts herrschte größtenteils Einstimmigkeit. Einzig beim im Haushalt 2016 für den Damenweltcup vorgesehenen Teilbetrag von 45.000 Euro stimmten die beiden Mandatare der Liste Stadt Lienz dagegen.
Alle Vorhaben im außerordentlichen Haushalt mit einer Summe von insgesamt 13.497.800 Euro wurden einstimmig beschlossen. Die größte Position ist hier die Investition in das Dolomitenbad neu in Höhe von 6.344.000 Euro. Für Gemeindestraßen/Straßenbauten sind knapp 2 Mio. Euro, für die Planung des Mobilitätszentrums Bahnhof 142.500 Euro, für den Abschluss des Projektes Neubau des Zivil- und Katastrophenschutzlagers 200.000 Euro, für das neue Bergrettungsheim 123.700 Euro, für die Wasserrettung ein Baukostenzuschuss von 120.000 Euro vorgesehen. Im gemeinsamen Schulgebäude Süd wird in die Barrierefreiheit investiert und ein Lift für 150.000 Euro eingebaut, für die Sanierung des gemeinsamen Schulgebäudes Nord sind Anlaufkosten von 50.000 Euro vorgesehen. Im Sportstadion wird die Flutlichtanlage um 40.000 Euro erneuert und in der Tennis- und Mehrzweckhalle ein Lagerdepot um 65.000 Euro errichtet.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Brunner Images


