Borkenkäfer: FPÖ-Nationalrat Gerald Hauser fordert Sonderbudget für Osttirol

Der Osttiroler Abgeordnete richtet in Sachen Borkenkäfer eine Anfrage an den Landwirtschaftsminister und fordert in einem Entschließungsantrag ein Sonderbudget für den Bezirk Lienz.

Zu einem Pressegespräch betreffend „Borkenkäferbefall in Osttirol“ lud NR Mag. Gerald Hauser am Montag, 29. August. „In weiten Teilen Österreichs ist die Massenvermehrung des Borkenkäfers die derzeit wohl größte Herausforderung für die Waldbewirtschafter. In Osttirol sind alle Gemeinden massiv betroffen. Besonders auch der Schutzwald ist in unserem Bezirk durch die Borkenkäferplage in Gefahr. Laut Land Tirol wurden kürzlich 1.700 Befallsherde und 67.000 betroffene Bäume gezählt“, so der Abgeordnete einleitend.

Die Anfrage des FPÖ-Abgeordneten und seiner Kollegen an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft enthält folgende Fragen:

1.
Wird der Bund die Gemeinden in Osttirol und das Land Tirol bei der Bekämpfung der Borkenkäferplage unterstützen?

2.
Wie hoch ist das Budget für die Bekämpfung der Borkenkäferplage österreichweit und wie teilt sich dieses Budget auf die einzelnen Bundesländer auf?

3.
Wie ist die derzeitige Lage der Borkenkäferkalamität in Osttirol?

4.
Gab es bei der WLV in diesem Jahr Budgetkürzungen?

5.
Gibt es Personalengpässe bei der WLV?

6.
Wird es ein Sonderbudget zur Bewältigung der Borkenkäferkatastrophe in Osttirol geben?

7.
Welche Notfallpläne hat das Bundesministerium zur Sanierung der Wälder in Osttirol und wie rasch werden diese umgesetzt?

 

In einem Entschließungsantrag fordern die FPÖ-Abgeordneten den Nationalrat zu folgendem Beschluss auf: „Die Bundesregierung, insbesondere der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft, wird aufgefordert, finanzielle Sofortmaßnahmen zur Bewältigung der wirtschaftlichen und ökologischen Borkenkäferkatastrophe zu setzen sowie die Bauern und Bäuerinnen für entstandene Wertminderungen zu entschädigen.“

 

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Osttirol heute/Mühlburger

29. August 2022 um