Blanik verärgert über Schienenersatzverkehr

Eine schleichende Demontage der Korridorzüge von Lienz nach Innsbruck befürchtet die Lienzer Bürgermeisterin und Landtagsabgeordnete DI Elisabeth Blanik.

Verärgert zeigt sich die Lienzer Bürgermeisterin und Landtagsabgeordnete DI Elisabeth Blanik (SPÖ) über die neuerliche Einrichtung eines Schienenersatzverkehrs auf der Zugverbindung zwischen Lienz und Innsbruck. Die ÖBB haben am 28. Dezember 2012 mitgeteilt, dass wegen der Vorschreibung einer seitenselektiven Türsteuerung in Italien bis voraussichtlich Mitte Jänner 2013 auf der Pustertalbahnstrecke Busse statt Züge eingesetzt werden. „Fakt ist, dass Italien die ÖBB bereits im Herbst 2011 über die neuen technischen Regelungen in Kenntnis gesetzt hat“, so Blanik, die auch SP-Verkehrssprecherin im Tiroler Landtag ist. Warum sich die ÖBB nicht rechtzeitig um die Nachrüstung bemüht haben, sei für sie nicht nachvollziehbar und inakzeptabel.

Bereits im Sommer 2012 war ein Schienenersatzverkehr zwischen Lienz und Innsbruck eingerichtet worden. „Es war schon damals eine Zumutung, mit dem Bus von Lienz über den Brenner nach Innsbruck zu kommen. Ich werde mich weiterhin für die Erhaltung der Korridorzüge einsetzen. Sollte dies ein neuerlicher Versuch sein, den Personenverkehr zwischen Osttirol und Nordtirol von der Schiene auf die Straße zu verlegen, ist er kläglich gescheitert“, so die Lienzer Bürgermeisterin abschließend.

Text und Foto: Raimund Mühlburger

02. Januar 2013 um