Blanik kritisiert Ende des Direktzugs Lienz-Innsbruck

Die Gesellschafter des VVT haben beschlossen, die direkte Bahnverbindung zwischen Lienz und Innsbruck einzustellen. In Hinkunft sollen nur mehr Busse direkt fahren. Über den kürzlich bekannt gewordenen VVT-Beschluss, wonach die Korridorzüge – also die Direktverbindungen – zwischen Lienz und Innsbruck eingestellt werden sollen, ärgert sich die Lienzer Bgm. und SP-Verkehrssprecherin im Tiroler Landtag, DI Elisabeth Blanik. Für sie stehe außer Zweifel, dass mit dem Punkt „Verbesserung der Vertaktung der Verbindung Lienz-Innsbruck mit einer Direktverbindung“ im schwarz-grünen Koalitionsabkommen nur die Bahnverbindung zwischen Lienz und Innsbruck gemeint sein kann. „Es ist eine Zumutung, mit dem Bus von Lienz über den Brenner nach Innsbruck zu fahren“, sagt Blanik. Das hätten ihr betroffene Bahnkunden gesagt, die in den letzten Monaten immer wieder den Schienenersatzverkehr zwischen der Bezirks- und der Landeshauptstadt in Anspruch nehmen mussten.

Der Verkehrssprecher der Tiroler Grünen, Hermann Weratschnig, teilt in einer Aussendung mit, dass „Verbesserungen im öffentlichen Verkehr auf der Pustertalstrecke kommen werden“. Er spreche sich dafür aus, dass möglichst bald ein drittes schnelles Buspaar auf der Strecke Lienz-Innsbruck eingesetzt wird. „Damit wären drei tägliche Direktverbindungen auf der Strecke Lienz-Innsbruck und umgekehrt gesichert, nämlich morgens, mittags und abends“, so Weratschnig. Derzeit würden die Grünen abklären, ob diese Verbesserung finanzierbar ist.

Text und Foto: Raimund Mühlburger

06. Juni 2013 um