Blanik fordert Enquete zum ländlichen Raum
Gemeinsam mit dem Koalitionspartner ÖVP wird die Tiroler SPÖ eine Enquete zum Thema „Zukunft Land: Herausforderungen, Trends, Lösungen“ im Landtag beantragen.
Wenn es nach dem Willen der Lienzer Bürgermeisterin und SPÖ-Bildungssprecherin DI Elisabeth Blanik geht, soll es in Tirol schon bald zu einer Enquete zum Thema „Zukunft Land: Trends, Herausforderungen und Lösungen“ kommen. Ein entsprechender Antrag wurde von ihr initiiert und wird nun gemeinsam mit dem Koalitionspartner ÖVP im Tiroler Landtag eingebracht. „Nur durch die richtigen und vor allem raschen Impulse kann man der Abwanderung im ländlichen Raum entgegenwirken“, so Blanik, die auf eine breite Zustimmung des Antrages hofft. Die Enquete soll sich mit den spezifischen Tiroler Problemen und Herausforderungen in der Regionalpolitik auseinandersetzen. „Die Wertschöpfung muss in den Regionen bleiben. Hierfür ist eine Dezentralisierung von Landes-Infrastruktur erforderlich, und auch Betriebsansiedelungen sind notwendig“, ist Blanik überzeugt.
Es geht ihr vor allem auch darum, qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen, weil es sonst zur Bildungsabwanderung kommt. „Freilich können Betriebsansiedelungen nicht erzwungen werden, aber die Politik kann Voraussetzungen dafür schaffen“, erklärt die Abgeordnete und untermauert ihre These mit absoluten Zahlen: „Durch die Fachhochschule Kufstein kam es zu 87 Arbeitsplätzen im hochqualifizierten Bereich, die UMIT in Hall hatte ebenfalls einen nachhaltigen Arbeitsplatzeffekt und zählt stolze 160 Arbeitsplätze im akademischen Bereich.“
Es sei ein Gebot der Stunde, durch dezentrale Bildungseinrichtungen neue Kompetenzzentren in den ländlichen Regionen zu schaffen. „Durch einen Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Wirtschaft kommt es zu Synergieeffekten und somit zu einem nachhaltigen Wachstum in diesen Regionen“, so Blanik abschließend.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Brunner Images