BKH-ÄrztInnen: Erneute Verhandlungsrunde
Als Ergebnis der am 21.5. in Innsbruck stattgefundenen Sitzung werden die Bezirkskrankenanstalten Tirols ihren ÄrztInnen u.a. eine Übergangslösung anbieten.
Auf Einladung von Gesundheitslandesrat DI Dr. Bernhard Tilg trafen sich gestern Vertreter der Ärztekammer Tirol, der Spitalsärzte (Kufstein und Schwaz), der Krankenanstalten-Gemeindeverbände, des Krankenhauses Zams, des Amtes der Tiroler Landesregierung und der Präsident des Tiroler Gemeindeverbandes, Mag. Ernst Schöpf, in Innsbruck, um erneut über die Ärztegehälter, über Übergangslösungen und ein tirolweit einheitliches Gehaltsschema zu diskutieren. Für das BKH Lienz nahm der Obmann des Gemeindeverbandes BKH Lienz, BR Bgm. Dr. Andreas Köll, an dem Treffen teil. Er informierte am späten Nachmittag des 21.5. in einer Aussendung über das Ergebnis des „Ärztegipfels“, der über Vorschlag der Spitalsärztevertreter von Kufstein und Schwaz unter anderem das Angebot einer Übergangslösung für 2015 (5.000.- Euro für Turnus- und AusbildungsärztInnen bzw. 7.000.- Euro für FachärztInnen) beinhaltet. Für das heurige Jahr solle demnach die Gesamtsumme von 3,8 Mio. Euro an zusätzlichen Kosten nicht überschritten werden. Das Land Tirol stellte die Übernahme von 50 Prozent der Kosten in Aussicht. Die ÄrztInnen der Tiroler Bezirkskrankenhäuser werden nun über diesen Vorschlag abzustimmen haben.
In Hinsicht auf die Forderung der Ärzteschaft nach Schaffung von 100 neuen ÄrztInnenstellen wurde vereinbart, dass die einzelnen Bezirkskrankenhäuser individuelle Lösungen suchen. Erste entsprechende Schritte seien aber schon eingeleitet worden. Außerdem sagten die Verhandlungspartner Land und Bezirkskrankenanstalten zu, bei der Ausarbeitung eines neuen gemeinsamen Lohnsystems die Vertreter von GÖD, Ärztekammer und Spitalsärzten auf Augenhöhe in die Verhandlungen miteinzubinden. Auf den Abschluss einer gemeinsamen Betriebsvereinbarung wurde verzichtet. Jedes BKH wird für 2015 eine entsprechende individuelle Betriebsvereinbarung mit OPT-OUT-Möglichkeit abschließen.
Text: Politikredaktion, Foto: Osttirol heute

