„Ich habe Verständnis, dass Rufe nach Selbsthilfe immer lauter werden“

Dies erklärt VP-Bezirksparteiobmann Bgm. Bernhard Webhofer in Sachen Wolfsproblematik in Osttirol in einer Aussendung. Zunahme der Wolfspopulation pro Jahr um 30 Prozent!

„Die Situation ist dramatisch, da gibt es nichts zu beschönigen. Wenn die Entwicklung so weitergeht, dann ist die traditionelle Almwirtschaft in Osttirol in wenigen Jahren am Ende“, zeichnet er ein düsteres Bild zur zukünftigen Entwicklung in Osttirol. „Die Wolfspopulation nimmt im Schnitt um 30% im Jahr zu. Im selben Ausmaß werden auch die jährlichen Risse ansteigen. Wenn wir jetzt nicht gegensteuern, dann werden in wenigen Jahren viele Almen für lange Zeit das letzte Mal beweidet werden. Da hilft auch kein kalmierendes Gerede über Herdenschutz, der in hochalpinen Lagen einfach nicht umsetzbar ist“, betont Webhofer nach vielen Gesprächen mit Almbauern.

 

 

Umso unverständlicher sei es deshalb für ihn, dass die grüne Umweltministerin Leonore Gewessler kürzlich verlautbart habe, am Schutzstatus nicht rütteln zu wollen. „Man muss es glasklar benennen: Mit ihrer sturen Blockadehaltung nehmen die Grünen gemeinsam mit den NGOs bewusst das Ende der heimischen Almwirtschaft und zahlreicher landwirtschaftlicher Existenzen in Kauf. Angesichts dieser fatalen politischen Signale habe ich Verständnis, dass die Rufe nach Selbsthilfe lauter werden. Die Lage ist ernst und angespannt. So kann es nicht weitergehen. Das muss endlich auch den Bürokraten im Umweltministerium deutlich werden“, fordert Webhofer ein Umdenken der Bundespolitik.

 

Text: Redaktion, Fotos: AdobeStock, Gemeinde Gaimberg/Mersiha-Kasupovic

08. September 2020 um