Assling und Oberlienz erarbeiteten Notfallplan
Die beiden Gemeinden erstellten in Zusammenarbeit mit Feuerwehr und BH einen Muster-Notfallplan für Schulen, Kindergärten und Horte im Bezirk Lienz.
Dass nicht jede Gemeinde das Rad neu erfinden muss, haben sich die Bürgermeister Martin Huber aus Oberlienz und Bernhard Schneider aus Assling gedacht. Gemeinsam mit Bezirksfeuerwehrinspektor Franz Brunner und einem über die Abteilung Zivil- und Katastrophenschutz bereitgestellten Praktikanten haben sie einen Muster-Notfallplan für Schulen, Kindergärten und Horte erarbeitet.
Oft sind es die scheinbar trivialsten Informationen, die im Ernstfall wichtig sind. Wie viele SchülerInnen und Klassen hat die Schule? Wie viele Personen halten sich in einem Stockwerk auf? Im Notfallplan sind diese Daten ebenso festgehalten wie die Kontaktdaten der Einsatzorganisationen sowie Fluchtwege und Sammelplätze. Im Muster-Notfallplan werden einzelne Gefahrenlagen aufgeführt, die Folgen dargestellt und Maßnahmen definiert. Vom Ausbruch eines Brandes über eine Hochwasserbedrohung bis hin zu Seuchen oder einem Amoklauf werden die verschiedensten Szenarien behandelt.
„Der Wert der Notfallpläne liegt auch darin, dass sich Schulen und Kindergärten abseits einer konkreten Bedrohung mit dem Thema befassen und vorbeugend tätig werden“, erklärt dazu Franz Brunner. Neben präventiven Maßnahmen enthalten die Notfallpläne auch akute Maßnahmen. Diese reichen von der Evakuierung bis hin zu Erster Hilfe oder dem Absperren bestimmter Bereiche. Der Muster-Notfallplan von Assling und Oberlienz wird von der BH Lienz allen Gemeinden des Bezirks kostenlos zur Verfügung gestellt und kann dann für die jeweiligen Einrichtungen adaptiert werden. In Osttirol gibt es 70 Schulen mit rund 6.500 SchülerInnen, 46 Kindergärten, acht Kinderkrippen und einen Hort.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: BH Lienz


