Virgen: Ambitionierte umweltpolitische Zielsetzung

Geht es nach der Gemeinde Virgen, so sollen ab 2014 in Neubauten keine neuen Ölheizungen und Heizanlagen fossilen Ursprungs mehr eingebaut werden.Außerdem sollen, so ein weiteres Vorhaben der politisch Verantwortlichen der Iseltaler Gemeinde, vorhandene Kessel, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, durch Heizungssysteme mit erneuerbaren Energiequellen, wie Holz, Solar, Wärmepumpen etc., ersetzt werden. Da es keine Möglichkeit einer gesetzlichen Vorgabe gibt, möchte die energiebewusste Gemeinde diesen ehrgeizigen Plan mit entsprechenden bewusstseinsbildenden Aktionen und begleitenden Fördermaßnahmen realisieren. Die umweltpolitische Zielsetzung wird auch im örtlichen Raumordnungskonzept verankert. Virgen setzt damit einen mutigen Schritt in Richtung Unabhängigkeit von fossilen Brennmitteln.

Seit über 20 Jahren bemüht sich die Gemeindeführung von Virgen um eine energiebewusste Politik. Mit vielen Aktionen hat sich das Sonnendorf nicht nur innerhalb Osttirols eine Vorbildfunktion und Vorreiterrolle erarbeitet. Die umfangreichen Bemühungen wurden mit mehreren Auszeichnungen belohnt, u.a. mit 5 „e“, der höchsten Auszeichnung im e5-Programm. Auch Prädikate wie „Österreichische Klimaschutzgemeinde“ oder den „European Energy in Gold“ kann Virgen für sich beanspruchen.

Virgens Bürgermeister Ing. Dietmar Ruggenthaler

 

Bgm. Ing. Dietmar Ruggenthaler ist sich bewusst, dass der Gemeinderatsbeschluss nicht überall auf „Gegenliebe“ stoßen wird. Er ist jedoch davon überzeugt, dass Virgen mit der umweltpolitischen Zielsetzung langfristig gesehen auf dem richtigen Weg ist: „Themen wie Klimaschutz, Energiewende oder der Umstieg auf erneuerbare Energien sind in aller Munde. Für uns sollen diese aber nicht nur leere Hüllen sein. Wir wollen mit unserem Beschluss einen aktiven Beitrag dazu leisten!“

 

Text: Redaktion, Fotos: Profer & Partner, Ringhofer

08. April 2013 um