LA Kuenz und Schett bleiben TVB-Funktionäre

Die Team Osttirol-Mitglieder DI Hermann Kuenz und Josef Schett behalten ihre Funktionen in Vorstand und Aufsichtsrat des Tourismusverbandes Osttirol.  Das Team Osttirol trat bei der Neuwahl des TVB-Aufsichtsrates am 17. Dezember 2012 als zweite Liste neben Franz Theurls Bezirksliste an – Hermann Kuenz wurde Aufsichtsrats-Stellvertreter und Josef Schett Mitglied des Vorstandes. Im Vorfeld hatten Team Osttirol-Obmann Joachim Defregger und Sprecher Martin Gratz stets beteuert, dass sie keine Parteipolitik in den Gremien des Tourismusverbandes wollen. Am 28. März 2013 wurde Hermann Kuenz über die ÖVP-Landesliste in den Tiroler Landtag gewählt, Josef Schett erhielt ein Mandat für vorwärts Tirol. Bei einem Pressefrühstück am Montag, 10. Juni 2013, erklärten Vertreter des Teams Osttirol und die beiden Neo-Abgeordneten, warum sie ihre Funktionen im Tourismusverband Osttirol behalten werden.

„Die Mitglieder des Teams Osttirol haben einstimmig beschlossen, dass die beiden Abgeordneten weiterhin ihre Funktionen im TVB behalten sollen, weil wir die Vernetzung mit der Landespolitik für den Tourismus brauchen“, erklärte Martin Gratz. Es sei nie das Bestreben von Kuenz und Schett gewesen, ihre Funktionen zu behalten, sondern sie seien ausdrücklich vom Team Osttirol gebeten worden, weiterhin für den Osttiroler Tourismus als Aufsichtsrat bzw. Vorstand tätig zu sein.

Martin Gratz (links) und Joachim Defregger erklärten, warum das Team Osttirol die beiden Landtagsabgeordneten weiterhin in den Tourismus-Gremien haben wollen.

 

Bei der Aufsichtsrats-Sitzung am Dienstag, 11. Juni, werde das Team Osttirol seine Strategien in Bezug auf die für den Tourismus so schmerzliche Felbertauern-Sperre einbringen und einen Marketingbeirat fordern. „Auf der operativen Ebene sollen sich die hellsten Köpfe um die Vermarktung Osttirols kümmern, dafür wird morgen unser gemeinsamer Weg diskutiert“, sagte Gratz. „Einen solchen Beirat habe ich schon in der vorhergehenden Periode immer vehement gefordert“, meinte Josef Schett. Der beim Land eingebrachte Antrag für eine Marketingoffensive sollte noch vor der Aufsichtsrats-Sitzung genehmigt werden. „Es geht bei dieser Offensive nicht nur um das Geld, sondern wir müssen das Tourismus-Marketing mit Inhalten füllen“, so Hermann Kuenz. Was im Antrag konkret in Bezug auf das Finanzielle steht, wollte Kuenz vor der morgigen Aufsichtsrats-Sitzung nicht sagen.

In Sachen Felbertauern-Sperre betonte Kuenz, dass es jetzt in erster Linie um die Genehmigung und den Bau der Ersatzstraße gehe. „Wir müssen nach außen wieder mehr Mut und Zuversicht ausstrahlen und nicht nur über Katastrophenszenarien reden“, so Kuenz. In die gleiche Kerbe schlägt Martin Gratz, der auch Vizebürgermeister in Kals ist und dort das Hotel Taurerwirt betreibt. „Ich habe in meinem Betrieb seit der Felbertauern-Sperre den Gästen immer von der Schönheit und der Attraktivität der Ausweichrouten erzählt, in unserem Betrieb gibt es kein einziges Storno“, sagte Gratz. Es sei beispielsweise ein Genuss, die Großglockner Hochalpenstraße zu befahren, und das müsse in der Werbung und über die Medien auch transportiert werden. „Wichtig ist, dass alle Politiker im Bezirk in Sachen Felbertauern an einem Strang ziehen, es hat dazu auch schon gemeinsame Besprechungen aller Abgeordneten gegeben“, erklärte Josef Schett. „Erfreulicherweise hat es beim Felssturz-Ereignis nie parteipolitische Interessen gegeben“, sagte Hermann Kuenz abschließend.

Text und Fotos: Raimund Mühlburger

10. Juni 2013 um