31. Juli 2025: Energiewendetag im Bundesland Tirol

Der 31. Juli markiert den Energiewendetag Tirol 2025. Das bedeutet: An 212 von 365 Tagen kann sich unser Bundesland rein rechnerisch mit heimischer Energie aus Wasser, Sonne, Holz und anderen nachhaltigen Quellen versorgen.

Damit hat Tirol im Vergleich zum Vorjahr noch einmal zugelegt – 29 Tage mehr als 2024 und ganze 63 Tage mehr als der österreichische Durchschnitt. Österreichweit hat der Energiewendetag heuer bereits am 29. Mai stattgefunden. Nach wie vor deckt die Wasserkraft in Tirol den Großteil der heimischen erneuerbaren Stromproduktion ab. Zwei Drittel des künftigen Strombedarfs im energieautonomen Tirol sollen weiterhin aus Wasserkraft stammen. Gleichzeitig lässt sich ein anhaltender Photovoltaik-Boom feststellen: 780.000 Quadratmeter neue Modulflächen, 7.600 neue PV-Anlagen im Jahr 2024 – das entspricht einem Zuwachs von fast 160 Megawatt-Peak auf nunmehr 550 Megawatt-Peak Gesamtleistung. Damit kann jährlich so viel Sonnenstrom erzeugt werden, wie rund 153.000 durchschnittliche Haushalte im Jahr verbrauchen. Der Trend geht hier auch klar in Richtung leistungsstärkere Anlagen: 2024 lag die durchschnittliche Leistung pro neuer Anlage bei über 20 Kilowatt-Peak, ein Plus von 16,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Um das Stromangebot aus Sonne und Wind auch bei Wetter- und Tageszeitschwankungen optimal nutzen zu können, spielen Speicherlösungen eine entscheidende Rolle. Die Energiewende dürfte also nur mit einem umfassenden Ausbau von Speicherkapazitäten gelingen. Ergänzt werden sollen diese künftig durch Batteriespeicher und weitere Speichermöglichkeiten, die im Rahmen des aktualisierten Energie-Zielszenarios Tirol 2050 umfassend berücksichtigt wurden. Laut dem aktuellsten Energiezielszenario muss die heimische Produktion erneuerbarer Energie bis 2050 um 80 Prozent steigen, um das Ziel der vollständigen Energieautonomie zu erreichen. Gleichzeitig soll der Endenergiebedarf um 30 Prozent sinken – insbesondere durch Gebäudesanierungen, den Umstieg auf Elektromobilität und die Nutzung industrieller Abwärme.

Ein besonders großes Potenzial sehen Experten im Verkehrsbereich: In der Mobilität liegt das Einsparungspotenzial weiterhin bei fast zwei Dritteln. Ein Wandel zeigt sich hier vor allem im Schwerverkehr: Während man früher auf Wasserstoff setzte, zeichnet sich nun eine stärkere Elektrifizierung ab.

 

Text: Redaktion, Foto: © AdobeStock/Dusan Petkovic

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