2015 floss eine halbe Mio. Euro in Tiroler Jugendarbeit
Das EU-Jugendförderprogramm „Erasmus+ Jugend in Aktion“ wurde im vergangenen Jahr vom Land Tirol wieder stark für Projekte der Jugendarbeit genutzt.
Etwas mehr als 500.000 Euro flossen in Tirol 2015 im Rahmen des EU-Jugendförderprogramms „Erasmus+ Jugend in Aktion“ in die Jugendarbeit. Tirol belegt damit bei diesen Programmen hinter den bevölkerungsstärkeren Bundesländern Wien und Steiermark den dritten Platz. „Die Zahlen zeigen, dass in der Jugendinfo des Landes und der Arbeiterkammer sehr gute Beratungsarbeit geleistet wird“, zog Jugendlandesrätin Dr. Beate Palfrader zum Jahreswechsel eine positive Bilanz. Diese zeige auch, dass es in der Jugendarbeit sehr kreative und engagierte Menschen gibt, die förderungswürdige Projekte einreichen.
Die Bandbreite reicht von Weiterbildungsprojekten bis hin zum Freiwilligendienst. An einem mehrmonatigen Freiwilligeneinsatz in einem europäischen Land nahmen 2015 insgesamt hundert TirolerInnen teil. 31 junge Menschen aus ganz Europa kamen in Tirol zum Einsatz. Ein Projekt war beispielsweise die Jugendbegegnung zum Thema Diversität am Achensee. Jugendliche hatten dabei die Möglichkeit, interkulturelle Erfahrungen zu sammeln, gemeinsam die Vielfalt Europas zu entdecken und vermeintliche Grenzen zwischen den Ländern abzubauen. In Telfs werden in Kooperation mit der Südtiroler Gemeinde Lana im Rahmen des grenzüberschreitenden Projektes „Get in“ gezielte Workshops durchgeführt, um Jugendlichen den Einstieg in das Berufsleben zu erleichtern. Der Wörgler Verein „kommunity“ führt mit den EU-Geldern eine Jugendinitiative zum Thema Antidiskriminierung durch. Dabei diskutieren Jugendliche in Workshops zu Themen wie Rassismus oder Sexismus und erarbeiten Möglichkeiten zur Umsetzung einer Antidiskriminierungskampagne.
Bis 2010 stehen im Rahmen von „Erasmus+ Jugend in Aktion“ europaweit rund 14,7 Milliarden Euro an Fördermitteln zur Verfügung. „Das EU-Jugendförderungsprogramm bietet jungen Menschen vielfältige Möglichkeiten, im Ausland die Sprachkenntnisse zu verbessern, Berufserfahrungen zu sammeln, Gleichaltrige aus aller Welt kennenzulernen oder sich im Rahmen von Freiwilligenprojekten zu engagieren. Ich lege allen interessierten jungen Menschen ans Herz, diese europäischen Finanzierungsmöglichkeiten auch im Jahr 2016 intensiv zu nutzen. Informationen gibt es am InfoEck, der Jugendinfo des Landes Tirol“, so die Jugendlandesrätin abschließend.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Land Tirol/Pidner


