Museum St. Anton am Arlberg: Entwicklung des Skilaufes
Neben der Skigeschichte erinnern die Ausstellungsräume an die Höhen und Tiefen, die St. Anton am Arlberg im Laufe seiner Entwicklung meistern musste.
Das im Jahr 1912 erbaute Trier Haus dient seit nun fast 30 Jahren als Museum. Neben der Skigeschichte erinnern die Ausstellungsräume an die Höhen und Tiefen, die St. Anton am Arlberg im Laufe seiner Entwicklung meistern musste.
Das Museum St. Anton am Arlberg ist mehr als ein klassisches Museum. Es ist ein Platz, der Kraft tanken lässt. Inmitten einer einzigartigen alpinen Parklandschaft findet sich plötzlich ein historisches Kleinod – die vor mehr als 100 Jahren entstandene Villa Trier. Heute ist sie ein Ort, an dem man der Geschichte St. Antons nachspüren kann, aber auch ein Ort der Begegnung und kulinarischen Genüsse im dazugehörigen Restaurant.
Ein Haus und seine Geschichte
Das Museum St. Anton am Arlberg ist in der „Villa Trier“ untergebracht, welche der deutsche Industrielle um 1910 nach Plänen von Hanns Kornberger errichten ließ. Die Villa erlebte während des 20. Jahrhunderts verschiedene Besitzer und Bewohner, bis sie 1971 in den Besitz von Gemeinde und Tourismusverband überging. Mit dem dazugehörigen Park bietet das Museum einen schönen Rahmen, um die Geschichte St. Antons zu vermitteln. Während sich Gäste im Erdgeschoß kulinarisch verwöhnen lassen können, bieten die Dauerausstellung und wechselnde Sonderausstellungen im 1. Stock interessante Einblicke in wichtige Themen der Geschichte von St. Anton am Arlberg. Audioguides für das Smartphone und Videostationen (D/E/I/F) sind wertvolle Begleiter.
Der Weg über den Arlberg
Der 1. Teil der Ausstellung im Museum ist den Schwabenkindern des Ortes gewidmet. Bis zum I. Weltkrieg zogen alljährlich Kinder aus St. Anton am Arlberg zur Arbeit ins Schwabenland. In der Ausstellung spielt die Geschichte des 1386 von Heinrich Findelkind gegründeten Hospizes St. Christoph eine große Rolle.
Die Arlbergbahn
1884 eröffnete Kaiser Franz Joseph die Arlbergbahn. Dieses Bauprojekt stellt eine Meisterleistung damaliger Ingenieurskunst dar. Die Entwicklung St. Antons wurde durch den Bahnbau entscheidend geprägt. Bis heute spielt die Bahnlinie für den Tourismus eine maßgebliche Rolle.
Landwirtschaft und Tourismus
Bis ins 20. Jahrhundert war St. Anton am Arlberg ein von der Landwirtschaft geprägtes Dorf. Der Bau der Arlbergbahn hatte jedoch bereits die Entwicklung des modernen Tourismus in Gang gesetzt, welche gewaltige Veränderungen mit sich bringen sollte. Schon vor 1900 wurden die ersten Skiläufer am Arlberg gesichtet. Vorerst kritisch beäugt, erkannte man schnell: Im Tourismus liegt die Zukunft des Ortes.
Skihelden
Breiten Raum hat der Skisport im Museum St. Anton am Arlberg bekommen. Die beiden Pioniere Hannes Schneider und Rudolf Gomperz werden gewürdigt, aber auch die modernen Helden des Skisports, von Karl Schranz bis Mario Matt.
Aktuelle Sonderausstellung
Krönender Abschluss des Rundgangs durch das Museum ist die Sonderausstellung „Stromaufwärts“ – die Geschichte des heimischen Energieversorgers EWA. Der erste elektrische Strom für St. Anton am Arlberg wurde in einer kleinen Kraftanlage an der örtlichen Rosanna bereits 1907 erzeugt. Die kleine Leistung von 20 Kilowatt reichte aus, um einige Gasthäuser mit elektrischer Beleuchtung zu versorgen. Heute werden mit den drei betriebseigenen Wasserkraftwerken jährlich zwischen 50 und 55 GWh Strom aus reiner Wasserkraft produziert. Die Weiterentwicklung der Arlberggemeinde vom ursprünglichen Bauerndorf zu einem der weltweit führenden Wintersportorte ist eng mit der Geschichte der EWA verbunden.
Restaurant und Ferienpark
Verbinden Sie den Besuch im Ski- und Heimatmuseum mit einer Einkehr im hauseigenen Restaurant und genießen Sie traditionelle Küche mit Produkten aus der Region. Für unsere kleinen Gäste gibt es im großflächigen Ferienpark Spannendes und Interessantes zu entdecken: Spielbach, Spielplatz, Fischteich.

Öffnungszeiten
Winter: täglich von 12.00 bis 18.00 Uhr
Sommer: DI bis SO von 12.00 bis 18.00 Uhr
Museum St. Anton am Arlberg
Rudi-Matt-Weg 10, A-6580 St. Anton am Arlberg
Tel.: +43 (0)5446 2475
office@museum-stanton.com
www.museum-stanton.com

Fotos: © dieWEST.at