Weltkriegs-Mahnmal bei Matinee auf Schloss Bruck

Der große Schrein, den Josef Oberhauser als Mahnmal gegen den Krieg geschaffen hat, steht im Mittelpunkt der Sonntagsmatinee am 19. Oktober 2014 auf Schloss Bruck.

Mehr als sieben Jahre hat Josef Oberhauser aus Oberdrum, nachdem er aus dem Krieg zurückgekommen war, an einem Ehrenmal für seine drei Brüder und alle Opfer des Ersten Weltkrieges gearbeitet. Zwei Brüder von Josef Oberhauser sind im Krieg gefallen und einer an den Folgen einer Verwundung im Lazarett gestorben. „Nie wieder Krieg, das walte Gott“ oder „Ruhet sanft ihr tapfren Kämpfer, Euer Geist lebt fort in uns“ hat Oberhauser neben vielen anderen Sätzen in das Mahnmal geschnitzt. Auch Fotos seiner verstorbenen Brüder hat er in den Schrein eingearbeitet oder die Aufbahrung des im Lazarett Verstorbenen dargestellt. Im Jahre 2007 wurde dieses pazifistische Monument im Rahmen der Ausstellung „Spurensuche³ – Randlage im Wandel. Osttirol 1850 bis zur Gegenwart“ im Museum Schloss Bruck gezeigt.

Bei der Sonntagsmatinee am 19. Oktober 2014 ist die aufwändige Schnitzarbeit des Josef Oberhauser wieder im Schloss zu sehen. Die Historiker Dr. Martin Kofler und Mag. Monika Reindl-Sint werden vertiefende Einblicke gewähren, Beginn ist um 11.00 Uhr, Eintritt 5,50 Euro.

Im Osttirol Journal vom März 2014 haben wir eine ausführliche Reportage über den Oberhauser-Schrein mit Hintergrundinformationen von  Josef Oberhausers Urgroßneffen Herbert Oberhauser und Dr. Martin Kofler veröffentlicht.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Brunner Images

16. Oktober 2014 um