Verdienste um römische Stadt Aguntum: Dr. Leo Gomig erhielt Denkmalschutzmedaille
Gewürdigt wird das unermüdliche Wirken des Osttirolers für richtungsweisende Projekte, die Erforschung und zeitgemäße Präsentation in der Römerstadt Aguntum in Dölsach.
Bereits seit den 1980iger-Jahren würdigt die Republik Österreich Personen und Institutionen, die sich um den Denkmalschutz und die Denkmalpflege besonders verdient gemacht haben, mit der Österreichischen Denkmalschutzmedaille. Nach einer Unterbrechung von 5 Jahren überreichten Mag. Andrea Mayer, Staatssekretärin für Kunst und Kultur, und Dr. Christoph Bazil, Präsident des Bundesdenkmalamtes, am 9. November die Denkmalschutzmedaillen 2022 im Wiener Museumsquartier den von einer Jury ausgewählten Preisträgern – darunter als einziger Vertreter aus dem Bereich Archäologie, Dr. Leo Gomig, Obmann des Vereins Curatorium pro Agunto.
In der Laudatio heißt es: „Die Verleihung der Denkmalschutzmedaille 2022 an Dr. Leo Gomig erfolgt für seinen ehrenamtlichen Einsatz und seine Durchsetzungs- und Überzeugungskraft bei der Erforschung, Erhaltung, denkmalpflegerischen, kulturhistorischen und kulturtouristischen Erschließung des archäologischen Erbes von Aguntum und Lavant. Der Lohn seiner Arbeit ist die Realisierung einer ganzen Reihe richtungsweisender Projekte im archäologischen Park der einzigen Römerstadt Tirols. Zu nennen sind etwa die Errichtung eines Aussichtsturmes 1997, die Restaurierung der Thermen in den Jahre 2001 bis 2003 sowie der Bau eines neuen Museums, das 2005 fertiggestellt wurde. Der mehrjährige Umsetzungsprozess, der sowohl Konservierungen und Restaurierungen des Ruinenbestandes nach modernsten denkmalpflegerischen Standards als auch die Schaffung eines Landschaftsparks beinhaltet, ist derzeit voll im Gange.“
v.l.n.r.: Landeskonservator Dr. Walter Hauser, Dr. Leo Gomig mit Sohn Robert, Mag. Johannes Pöll (Bundesdenkmalamt/Archäologie Tirol)
Mit dem Geehrten freuten sich beim Festakt auch DI Walter Hauser, Leiter des Landeskonservatorats für Tirol, sein Kollege Mag. Johannes Pöll, zuständig für den Bereich Archäologie, und Robert Gomig, der in Wien lebende Sohn des Geehrten. Vorstand und Mitglieder des Vereins Curatorium pro Agunto gratulieren ihrem Obmann herzlich zu dieser hochverdienten Würdigung seines unermüdlichen Wirkens für die Erforschung und zeitgemäße Präsentation von Aguntum.
Text: Redaktion, Fotos: BDA