Haller Saitenspiele: Konzerterlebnisse im stillvollen Ambiente der Burg Hasegg
Zum 18. Mal sind die Haller Saitenspiele den Geheimnissen der akustischen Gitarre auf der Spur. Im Oktober und November werden an drei Abenden im gewohnt intimen Rahmen hochklassige Konzerte veranstaltet.
Starke Musikerpersönlichkeiten von internationalem Format prägen das Programm der 18. Saitenspiele in Hall in Tirol.
Gottfried David Gfrerer
Mittwoch, 16. Oktober 2024, 20.00 Uhr: SLIDE and BEYOND / Gottfried David Gfrerer (Stimme, Resonatorgitarre, Gitarre)
Gottfried David Gfrerer gilt als einer der besten Slide-Gitarristen Europas. Er mixt Rootsmusik aus den USA und Europa mit modernen Strömungen. Archaische Elemente verschmolzen mit virtuosen Passagen prägen seine unverkennbaren Lieder. An seinen exquisiten Stücken und Liedern werkt er ebenso sorgfältig, wie er seine Resonator-Gitarren baut. Gfrerers einzigartiger Gitarrensound ist mittlerweile unter „Gfrerersound“ in der Musikwelt bekannt – mit ein Grund, warum er auch international Erfolge feiern kann und als Dozent an die „London Music School“ geholt wurde. Trotz – oder gerade wegen – dieser stilistischen Bandbreite und dem unverwechselbaren Personal-Stil bilden seine Songs eine abwechslungsreiche Einheit, die man gehört haben muss.
Guitarvoice
Mittwoch, 6. November 2024, 20.00 Uhr: Guitarvoice / Martin Mitterrutzner (Tenor), Martin Wesely (Gitarre)
Das Tiroler Duo hat ihr klassisches Debutprogramm „Die schöne Müllerin“ von Franz Schubert auch als Tonträger veröffentlicht und in Österreich, Deutschland, Polen und Portugal live präsentiert. Nun widmet sich der weltweit erfolgreiche Tenor der großen Bühnen gemeinsam mit dem vielseitigen Gitarristen einem neuen Programm. Darin kombinieren sie spanische und französische Meisterwerke vom Anfang des 20. Jahrhunderts und schweben hernach mit nostalgischen Gefühlen durch Italien.
Der aus Hall in Tirol stammende Tenor Martin Mitterrutzner sammelte seine erste Bühnenerfahrung bereits im Alter von 10 Jahren als Erster Knabe in Mozarts Zauberflöte unter Sir John Eliot Gardiner. Mittlerweile bedient er das komplette Repertoire eines lyrischen Tenors und zeigt dabei die unglaubliche Flexibilität und Wandelbarkeit seiner Stimme. Seit vielen Jahren ist er daher Gast bei den renommiertesten Klangkörpern Europas und Amerikas und arbeitet regelmäßig mit Dirigenten wie Franz Welser-Möst, Daniel Harding, Kent Nagano, Manfred Honeck, Ivor Bolton, Christoph Poppen und Sebastian Weigle zusammen.
Mit dem renommierten klassischen Gitarristen Martin Wesely hat er 2021 ein Liedduo gegründet – die gemeinsame Aufnahme von Schuberts Schöner Müllerin zeugt von einer engen Partnerschaft. Eine langjährige Freundschaft verbindet Martin Mitterrutzner mit Christoph Poppen und der Deutschen Radiophilharmonie, aus der die Aufnahme „Heut‘ ist der schönste Tag“ mit Musik aus den 30er und 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts und neapolitanischen Kanzonetten hervorging. Überdies ist Martin Mitterrutzner auf vielen preisgekrönten CD-Einspielungen und DVD-Produktionen zu hören und sehen.
Martin Wesely fühlt sich in den unterschiedlichsten musikalischen Stilen wohl. Auf seiner ständigen Suche nach neuen, kreativen Möglichkeiten, die Gitarre zu präsentieren, entstanden zahlreiche Soloprogramme, kammermusikalische Ensembles und Bandprojekte, mit denen er in ganz Europa zu hören ist. Er hat bislang 10 Tonträger seiner eigenen Projekte veröffentlicht. Aufnahmen für den österreichischen, polnischen, französischen, deutschen und italienischen Rundfunk dokumentieren darüber hinaus seine künstlerische Tätigkeit. 2007 gründete er in seiner Heimatstadt Hall in Tirol die Konzertreihe „Saitenspiele“. Seit 2010 ist er Mitglied der D’Addario family.
Eduardo Pinheiro
Donnerstag, 21. November 2024, 20.00 Uhr: Eduardo Pinheiro Quartett
Die 4 internationalen renommierten Musiker Jesus Carrillo (Flöte, Saxophon Alt, Gesang), Eduardo Pinheiro (Gitarren, Gesang), Samuel Passos (Kontrabass, Gesang) und João Ranieri (Schlagzeug, Gesang) nehmen die Zuhörer mit der Veröffentlichung des neuen Albums „Memoria – taste of time“ auf eine einzigartige spannende Reise mit. Das Projekt ist eine umfangreiche Erkundung musikalischer Welten, bei der verschiedenste Kultureinflüsse harmonisch verschmelzen und außergewöhnlich globales Erlebnis bieten.
„Memoria – Taste of Time“ ist die Aufbewahrung von Erinnerungen und Ereignissen, die durch gehörte und erlebte Erfahrungen entstanden sind. Es spiegelt Eduardo Pinheiros musikalische Reise wider, auf der er Elemente der brasilianischen Authentizität mit subtilen Untertönen von Jazz, Klassik und Weltmusik verwebt. Sein drittes Album ist eine Mischung aus Virtuosität, instrumentaler Einfachheit und Kompositionen, die von den gefühlvollen Rhythmen des afro-brasilianischen Erbes durchdrungen sind. Es verkörpert eine Feier der Vielfalt und dient als kontemplativer Ausdruck von Pinheiros künstlerischer Identität.
Eduardo Pinheiro (geb. 1989) ist Musiker, Musiklehrer und Komponist aus Belo Horizonte, Brasilien. Er studierte Gitarre an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden und an der Universidade Federal de Minas Gerais. Als Mitglied des Duos Guanduo veröffentlichte er das Album „Inventos” und gewann für seine Kompositionen zahlreiche Preise bei wichtigen brasilianischen Musikwettbewerben. Pinheiro hat als Solist und in verschiedenen Ensembles auf nationalen und internationalen Bühnen gespielt und wird regelmäßig zu Gastspielen sowie zu Workshops und Meisterkursen in Europa und Afrika eingeladen.
Kartenreservierung
Burg Hasegg / Münze Hall
Werner Anfang
Burg Hasegg 6
6060 Hall in Tirol
(05223) 58 55 520
info@muenze-hall.at
www.muenze-hall.at
www.saitenspiele.com
Kartenpreise:
Vorverkauf Münze Hall: 22 Euro
Abendkasse: 25 Euro
ermäßigt für Schüler, Studenten, Zivildiener, Präsenzdiener: 15 Euro
bis 15 Jahre frei
Karten auch über kupfticket erhältlich
Text: Redaktion, Fotos: Burg Hasegg