Raneburger zeigt Zyklus „Rami flieg“ in Schwaz
An der Ausstellung „Krieg – Bedrängnis / Flucht – Hoffnung“ beteiligt sich der Matreier Künstler Peter Raneburger mit einem Zyklus, den er bereits im Jahre 2001 geschaffen hat.
Mit ihrer aktuellen Ausstellung nimmt die Galerie Unterlechner in Schwaz Bezug auf die derzeitige Flucht- und Migrationssituation in Europa. Peter Raneburger beteiligt sich an der Ausstellung „Krieg – Bedrängnis / Flucht – Hoffnung“ mit seinem Zyklus „Rami flieg“ aus dem Jahr 2001.
Das gefilmte Sterben des 12-jährigen Rami, der während der Gefechte zwischen Israelis und Palästinensern mit seinem Vater in den Kugelhagel der verfeindeten Lager gerät, bildet die historische Grundlage für den Zyklus. „Der verzweifelte Versuch des letztendlich überlebenden Vaters, seinen Sohn zu schützen, die falsche Anordnung des Gewollten durch die überraschend eintretende Situation – allesamt beklemmende Tatsachen, denen wir ohne unser Zutun schicksalhaft ausgeliefert sein können“, so beschreibt der Matreier Künstler seine Gedanken zu „Rami flieg“. Er hat diese Szene(n) der Gewalt durch seine künstlerische Bearbeitung zu einem berührenden, erzählenden und schlussendlich von Hoffnung getragenen Bilderzyklus gemacht, wo aus dem unbegreiflichen menschlichen Tun Ramis Seele entschwindet.
Weitere Beiträge zur Ausstellung stammen unter anderem von Ursula Beiler und Adolf Frohner. Eröffnung am Montag, 4. April, 20.00 Uhr. Schau ist bis 13. Juni 2016, Mittwoch bis Samstag, von 17.00 bis 19.00 Uhr, geöffnet. Galerie Unterlechner, Fred-Hochschwarzer-Weg 2, Schwaz.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Privat
