Prosit Neujahr: Sinfonieorchester Lienz begeisterte zum Jahresauftakt das Publikum
Mit Musik voller beschwingter Leichtigkeit und Lebensfreude sorgte das Sinfonieorchester Lienz (SOL) am Sonntag, 5. Jänner, im bis auf den letzten Platz gefüllten Lienzer Stadtsaal für einen stimmungsvollen Jahresauftakt.
Der Stadtsaal war für das Neujahrskonzert festlich geschmückt – eine Vielzahl an Blumen und selbstgebastelten Deko-Rosen verliehen dem Ambiente eine feierliche Note. Unter der Leitung von Gerald Mair präsentierte das Sinfonieorchester Lienz anspruchsvolle Werke auf höchstem Niveau und läutete damit gleichzeitig das Festjahr „200 Jahre Johann Strauss” feierlich ein.

Die Matinée begann mit der Ouvertüre zur Operette „Waldmeister“ von Johann Strauss Sohn, einer eher selten zu hörenden Komposition mit eingängigen Melodien. Es folgte Benjamin Brittens „Soirées musicales“, eine abwechslungsreiche Tanzsuite mit Melodien von Gioachino Rossini. Der erste Konzertteil wurde mit der energiegeladenen Ouvertüre zu Giuseppe Verdis Melodramma giocoso „Un giorno di regno“ abgeschlossen, die mit ihrem italienischen Temperament das Publikum in ihren Bann zog.
Nach einer kurzen Pause, in der die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit hatten, mit einem Glas Sekt auf das neue Jahr anzustoßen, folgte der zweite Teil der Matinée. Dabei standen Werke der Strauss-Dynastie im Mittelpunkt. Mit Johann Strauss’ „Bei uns z’Haus“ und Josef Strauss’ feinsinniger Polka Mazur „Wilde Rose“ wurde es charmant alpenländisch im Programm. Der höchst selten gespielte Walzer „Frauenwürde“ von Josef Strauss schmeichelte sich mit verspielter Leichtigkeit in die Herzen des Publikums.

Den rasanten Abschluss des Neujahrskonzerts bildete Carl Michael Ziehrers Polka schnell „Elektrisch“, die das Publikum mit sich riss und im goldenen Konfettiregen endete. Ein Höhepunkt des Abends waren die Zugaben: Der weltberühmte „Donauwalzer“ und der mitreißende „Radetzky-Marsch“ sorgten für Standing Ovations und einen würdigen Abschluss.
Am darauffolgenden Tag präsentierte das Sinfonieorchester Lienz sein Programm vor ausverkauftem Haus im Gustav-Mahler-Saal des Kulturzentrums Toblach. Das Südtiroler Publikum zeigte sich ebenso begeistert und würdigte die musikalische Leistung mit lang anhaltendem Applaus. Mit diesen beiden erfolgreichen Konzerten hat das Sinfonieorchester Lienz nicht nur musikalisch treffsichere Akzente gesetzt, sondern auch seine Bedeutung als eine der führenden Kulturinstitutionen Osttirols unterstrichen.
Text: Redaktion, Fotos: Sinfonieorchester Lienz

