„Poetry Slam“ in der Lienzer Stadtbücherei
Der Wortakrobat Stefan Abermann leitet am 24. Oktober einen Workshop für Neo-Slammer. Am Abend kann man sich dann vor Publikum als Poetry Slammer versuchen.
Beim Poetry Slam werden selbst verfasste Texte innerhalb einer vereinbarten Zeit live vor Publikum vorgetragen. Die Zuhörer bewerten den Text und die Vortragsweise mit einem Punktesystem. Eine gewisse Art der Selbstinszenierung ist beim Poetry Slam wichtig, wobei aber keinerlei Requisiten, Kostüme oder Musikinstrumente verwendet werden dürfen. In der Österreich-liest-Woche vom 20. bis 26. Oktober 2014 unterstützt der Büchereiverband Österreich (BVÖ) Büchereien bei der Organisation von Poetry Slams. Literaturmüden Jugendlichen soll der Text als Kunstobjekt näher gebracht werden. Ob geflüstert, gesungen, gerappt, gekeucht oder einfach nur vorgelesen – die Art des Vortrages soll den Inhalt des Textes und die Persönlichkeit des Slammers unterstreichen.
Der Poetry Slam entstand 1986 in Chicago und verbreitete sich seither auf der ganzen Welt – die deutsche Poetry Slam-Szene ist heute nach der englischen die zweitgrößte weltweit. In der Österreich-liest-Woche gibt es auch in Osttirol mehrere Gelegenheiten zum Poetry Slammen. Die Büchereien von Matrei und Dölsach rufen genauso zum allgemeinen „Wortklauben“ auf wie die Stadtbücherei Lienz. Stefan Abermann, viel beachteter Wortakrobat mit Lienzer Wurzeln, leitet am Freitag, 24. Oktober 2014, ab 17.00 Uhr, einen Workshop in den Räumlichkeiten der Stadtbücherei Lienz. Er wird interessierten Neo-Slammern zeigen, wie man einen Text vorbereitet und gibt Tipps, wie man diesen beim Vortrag am besten „verkauft“. Ab 20.00 Uhr können die vorbereiteten Texte dann vor Publikum vorgetragen werden, und die Zuschauer bewerten Text und Performance mittels Punktesystem von 0 bis 10.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Robert Maybach, Video: YouTube
