ORF-Journalist referiert im Bildungshaus in Lienz

Am 9.1. informiert der bekannte Buchautor und Journalist Dr. Norbert Hölzl über die „teuerste Geschichtslücke Österreichs“ und den Anschluss Tirols an Österreich vor 650 Jahren.

Aus aktuellem Anlass wird Norbert Hölzl in seinem Referat zuerst über die Ereignisse, die sich auf den Tag genau vor 650 Jahren auch im Pustertal abspielten, referieren: Österreich kassierte Tirol. Bei der Gründung Tirols und beim Anschluss Tirols ging es nicht so harmlos zu wie es im Sinne der kaiserlichen Propaganda in unseren Schulen noch immer erzählt wird. Norbert Hölzl hat sich für die Ausstellungen von Lois Faschings Monumentalfiguren am Attersee und im Schloss Tirol gründlicher mit diesen Fragen beschäftigt und wurde gleichsam auf einen Krimi aufmerksam. Derzeit erzählt er die Geschichte in mehreren Folgen im ORF und jetzt zum ersten Mal auch in Osttirol: Tirol stand damals im Mittelpunkt der europäischen Geschichte als Zankapfel zwischen Kaiser und Papst.

Dann spricht Norbert Hölzl über sein neues Buch „Weltpolitik einer Österreicherin“. Behandelt wird der Zeitraum von 1822 bis 2010 mit den Schwerpunkten Brasilien und Staatsvertrag bis zu den bei uns unbekannten Ordensgründerinnen aus Tirol und Wien. Das ist ebenso unbekannt wie manches aus der Tiroler Geschichte, weil früher das Kaiserhaus festlegte, was das „Volk“ wissen durfte und was nicht. Leopoldina, Kaisertochter aus Wien, heiratet in Rio de Janeiro den portugiesischen Thronfolger. Die 25-Jährige machte 1822 die größte Kolonie der Welt zum selbstständigen Staat. Da sie in Wien nicht um Erlaubnis fragte, wurde sie mit Vergessen bestraft. Dieses „Vergessen“ kostete Österreich nach 1945 Milliarden.

Warum dies so ist und viele andere  historische Details erfahren Interessierte am Mittwoch, 9. Jänner 2013, 19.00 Uhr, im Bildungshaus Osttirol in Lienz.

Text: J. Hilgartner

08. Januar 2013 um