Musikbezirk des Talbodens unter neuer Führung
Dr. Klaus Köck leitete seit 1993 den Musikbezirk Lienzer Talboden – bei der Jahreshauptversammlung am 16.2. übergab er die Obmannschaft an Mag. Stefan Klocker.
In den 15 Musikkapellen des Musikbezirkes Lienzer Talboden sind derzeit 820 Musiker aktiv, rund ein Drittel davon sind Frauen. Der scheidende Bezirksobmann berichtete bei der Jahreshauptversammlung am Samstag, 16. Feber 2013, im Kultursaal Nußdorf-Debant von einem aktiven Vereinsjahr 2012, das ganz im Zeichen von großen Jubiläen stand. Die Stadtmusik Lienz sowie die Kapellen von Bannberg und Schlaiten begingen ihr 60-Jahr-Jubiläum, die MK Tristach feierte als älteste Kapelle des Musikbezirkes ihr 200-jähriges Bestehen. So wurde auch das Bezirksblasmusikfest am 24. Juni 2012 in Tristach gefeiert. In diesem Rahmen erfolgte auch die Uraufführung des Tiroler Festtages, eines Kompositionsauftrages des Musikbezirkes Lienzer Talboden an Florian Pedarnig. „Die Musikkapellen sind ein nicht wegzudenkender Kulturträger in unseren Gemeinden, eine wichtige Stütze der Identität unserer Region und ein Teil der Tiroler Landeskultur“, leitete Klaus Köck seinen Bericht ein. Als Gründe für die positive Entwicklung der Blasmusik nannte er die frühe musische Ausbildung der Kinder, die qualifizierte Arbeit der Musikschulen und auch das Bemühen der Eltern, in ihren Kindern die musikalischen Talente zu wecken und zu fördern.
Vorne von links: Bez.-Stabführer Markus Pedarnig, Bez.-Jugendreferent Friedrich Blassnig, Bez.-Kapellmeister Roman Possenig, Bez.-Obmann Mag. Stefan Klocker; hinten von links: Bez.-Kassierin Helga Moser, Bez.-Obmann-Stv. Christian Gander, Kapellmeister-Stv. Gerhard Pitterle, Obmann-Stv. Ludwig Pedarnig
Seit 1993 leitete der frühere Bezirkshauptmann-Stellvertreter Klaus Köck die Geschicke des Musikbezirkes Lienzer Talboden als Obmann. In diese Zeit fällt auch die Gründung der MK Thurn im Jahre 2005. 20 Mal organisierte Köck im Lienzer Talboden das jährliche Bezirksmusikfest. Im März 2004 fand unter Federführung von Köck erstmals in Osttirol die Generalversammlung des Blasmusikverbandes Tirol mit seinen 303 Musikkapellen statt. Über 700 Teilnehmer aus allen Tiroler Bezirken tagten damals im Lienzer Stadtsaal. 2009 wurden 60 Jahre Musikbezirk Lienzer Talboden mit der Segnung der Bezirksfahne als Symbol der Gemeinschaft und der Zusammengehörigkeit der 15 Musikkapellen und der Verbundenheit der Talboden-Gemeinden gefeiert. Köck gestaltete auch die Chronik des Musikbezirks in sieben Bänden. Zahlreiche Vertreter der Musikkapellen, der Musikschule, des Tiroler Blasmusikverbandes und der Talbodengemeinden würdigten bei der Jahreshauptversammlung die außergewöhnlichen Leistungen von Klaus Köck für den Musikbezirk und das Tiroler Blasmusikwesen.
Der Obmann der Musikkapelle Tristach, Mag. Stefan Klocker, wurde bei der Neuwahl einstimmig zum Nachfolger von Klaus Köck gewählt. Ihm stehen im neuen Ausschuss Bgm. Ludwig Pedarnig aus Schlaiten und Christian Gander aus Ainet als Stellvertreter zur Seite. Zum Bezirks-Kapellmeister wurde Roman Possenig von der MK Nußdorf-Debant und zu dessen Stellvertreter Gerhard Pitterle von der MK Assling gewählt.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Journal/L. Sulzenbacher