Lienz: „Begegnung“ dreier Kunstschaffender
Als Blick hinter die Kulissen ihrer Arbeit versteht sich die Werkschau von drei Künstlern, die am 20. November in der Kunstwerkstatt Lienz eröffnet wird.
Maria Patterer, Karl Pfurtscheller und Christian Wurnitsch wollen zeigen, dass Kunst nichts aus dem Alltäglichen Herausgehobenes zu sein braucht, und dass – im Gegenteil – die tägliche Begegnung in der Arbeit den Nährboden für Kreativität und Kunst abgeben kann. Man versteht sich als Team und macht eigenständige Gedanken, Ideen, Erfahrungen und technisches Knowhow dem Kollektiv verfügbar.
Die Exponate haben vordergründig kein gemeinsames Thema und sind auch stilistisch miteinander kaum vergleichbar. Allein die Qualität der Auseinandersetzung mit dem jeweils Anderen schafft Verbindung, lässt Beziehungen erkennen und sichert gleichzeitig die Identität der einzelnen Persönlichkeit.
Maria Patterers Gemälde und Objekte entführen den Betrachter in eine Welt aus Farben und geheimnisvollen Zeichen. Mit treffsicheren Akzenten verändern sie ihre Umgebung, nicht nur den Ausstellungsraum, sondern auch den Zugang zu den Werken der Kollegen. Karl Pfurtscheller kam schon 1986 durch ein Ausstellungsprojekt, in dem das Kollektiv das Individuum noch überformte, mit der Kunstwerkstatt in Berührung. Seit zwei Jahren ist er hier als Assistent beschäftigt. Seine Assemblagen aus Naturmaterialien, Laub und Lärchennadeln, setzen einen spannungsreichen Kontrapunkt zu Christian Wurnitschs Aquarellen: Beharrlichkeit, Akribie und Leidenschaft verbinden den Sammler und den Komponisten.
Vernissage: Freitag, 20. November 2015, 19.00 Uhr, Ausstellungsdauer: 23. 11. – 22. 12. 2015, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10.00 bis 12.00 und 13.30 bis 17.00 Uhr. Abendöffnung: Donnerstags 18.00 bis 20.00 Uhr
Text: Kulturredaktion, Fotos: Kunstwerkstätte Lienz
