Kunst zwischen Individualität und Masse

Die in Lienz geborene und in Schwaz lebende Künstlerin Ursula Groser stellt ab 4. Oktober im RLB Atelier eigens konzipierte Installationen unter dem Titel „Gefüge“ aus.

Ein spannender Mix aus Rauminstallation und medial bewegtem Bild ist ab 4. Oktober im RLB Atelier Lienz, Johannesplatz 4, zu sehen. Die Ausstellung trägt den Titel „Gefüge“ und wurde von der Künstlerin Ursula Groser speziell auf die Räumlichkeiten in Lienz abgestimmt.
Die 1974 in Osttirol geborene Künstlerin beschäftigt sich schon seit Jahren mit der Frage nach dem Gegensatz von Individuum und Masse und bedient sich in der Umsetzung einfacher, alltäglicher Gegenstände. Sie folgen charakteristischen Eigenschaften der Masse wie Wachstum, Gleichheit und Richtung. Ob Skulpturen aus Fahrradschläuchen oder durch den Raum gespannte Damenstrümpfe sowie auch die überdimensionale Wandinstallation „Ornament der Masse“ beschreiben das Spannungsfeld, in dem sich die freischaffende Künstlerin bewegt. Ergänzt wird die Schau durch drei Medienarbeiten Grosers.

Ursula Groser absolvierte nach ihrer mehrjährigen Tätigkeit als Grafikdesignerin von 1997 bis 2003 das Studium der Bildhauerei in Salzburg sowie Philosophie und Psychologie an der Universität Salzburg. Grosers rege Ausstellungstätigkeit führte sie durch ganz Tirol und unter anderem auch nach Zürich, Montenegro, Zypern, Irland und in die Türkei sowie 2010 zur Internationalen Biennale nach Peking. Die Künstlerin wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien wie etwa dem Josef-Franz-Würlinger-Preis der Stadt Innsbruck oder dem Förderpreis für zeitgenössische Kunst des Landes Tirol ausgezeichnet.

Die Ausstellung „Gefüge“ wird am 4. Oktober um 19.00 Uhr im RLB Atelier eröffnet und ist Mo, Di, Mi und Fr von 8.00 bis 12.15 Uhr und von 14.00 bis 16.00 Uhr sowie Do von 8.00 bis 12.15 Uhr und von 14.00 bis 17.30 Uhr zu sehen.

Text: Judith Goritschnig, Fotos: RLB Kunstbrücke

02. Oktober 2013 um