„Kunst am Bau“ in der Lienzer Spitzkofelstraße

Elfriede Skramovsky ist in der Kunstwerkstatt in Lienz tätig. Seit März 2012 arbeitet die Künstlerin an einem besonderen Projekt im Herzen der Dolomitenstadt.

Skramovsky hat sich als Künstlerin bereits früh einen Namen gemacht – nicht nur durch zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland (u. a. in Köln, Kassel und Amsterdam), sondern auch durch Kunstwerke im öffentlichen Raum. Von ihr stammen z. B. das großformatige Motiv des „green screen“ in der Schalterhalle der Lienzer Sparkasse am Johannesplatz oder das Keramikmosaik „Index“, ein ästhetischer Fingerzeig auf die Kunstwerkstatt Lienz, in der die Künstlerin seit 1989 arbeitet.

Skramovskys aktuelles Projekt ist die Gestaltung einer Betonwand des Lebenshilfe-Wohnhauses in der Lienzer Spitzkofelstraße: Jedem der 13 Bewohner widmet sie dort ein Portrait. Dabei erfüllt die von ihr über Jahrzehnte entwickelte Technik, die hohe Konzentration und Ausdauer verlangt, auf sehr einfache Weise das Bedürfnis nach Schmuck, ohne dabei auf die präzise Charakterisierung der dargestellten Personen verzichten zu müssen. Ein Vorrat kleinteiliger Muster, der je nach Persönlichkeit und Ausdruck des Bildnisses variiert, verleiht den Gesichtern nach und nach ihre individuelle und unverwechselbare Gestalt, sodass sich die Portraitierten mühelos wiedererkennen und mit ihrem Bild identifizieren.

Besonders freut sich die Künstlerin über das lebhafte Interesse, das ihr seit Arbeitsbeginn im März dieses Jahres von Passanten und Nachbarn entgegengebracht wird. Ende September soll das Kunstwerk vollendet sein.

Text: R. Ingruber, Fotos: Journal/Sulzenbacher

19. Juli 2012 um