Kreuzweg von Prof. Josef Troyer ist nun in Prägraten

Bisher lagerte der Kreuzweg im Archiv des Pfarrzentrums Zirkelweg in Schwechat. Nun wurde er der Gemeinde Prägraten geschenkt, wo Prof. Josef Troyer Ehrenbürger ist.

Es ist eine lange Reise, die der Kreuzweg von Prof. Josef Troyer, 1909 in Prägraten geboren und lange Zeit Dombildhauer zu St. Stephan in Wien, hinter sich hat. Am Donnerstagnachmittag, 6. August 2015, präsentierte der Prägratner Bgm. Anton Steiner gemeinsam mit Sohn und Enkel des Künstlers sowie Menschen, die maßgeblich an der „kunsthistorisch sensationellen Rückführung“ des Kreuzweges beteiligt waren, im örtlichen Pfarrheim das aus 14 Stationen bestehende Kunstwerk.

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„Dass der Kreuzweg nun in der Heimatgemeinde des Künstlers Prof. Josef Troyer bestaunt werden kann, haben wir mehreren Personen zu verdanken: Peter Unterweger, ehemaliger Lehrer in Wien, Dipl.-Vw. Erich Mair, Sachverständiger für alte und neue Kunst sowie Volkskunst, sowie insbesondere auch der gebürtigen Lienzerin Maria Oberhauser, ehemalige Pastoralassistentin in der Pfarre Schwechat“, so der Bürgermeister.

Maria Oberhauser, früher Pastoralassistentin in Schwechat, setzte sich sehr dafür ein, dass der Kreuzweg von Prof. Josef Troyer der Gemeinde Prägraten geschenkt wird.

Maria Oberhauser, früher Pastoralassistentin in Schwechat, setzte sich sehr dafür ein, dass der Kreuzweg von Prof. Josef Troyer der Gemeinde Prägraten geschenkt wird.

Erich Mair erzählte, wie er in der Erlöserkapelle im Krankenhaus von Hainburg auf den Kreuzweg gestoßen ist und wie dieser in das Bildungshaus in Schwechat und schließlich in das Pfarrzentrum Zirkelweg kam. „Das Ausgangsmaterial ist Prägratner Lärchenholz, jede Tafel besteht aus drei oder vier Brettern. Die Oberfläche wurde geflammt, und der Künstler hat die Kreuzwegstationen in acht bis neun Farben ausgeführt“, erklärte der Kunstkenner das Werk.

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Maria Oberhauser berichtete, dass sie den Kreuzweg in Schwechat immer wieder bestaunt habe, und überbrachte die besten Grüße des Pfarrers. „Er hat mich sehr darin bestärkt, den Kreuzweg der Heimatgemeinde von Prof. Troyer zu schenken“, meinte sie. Als in der Flüchtlingshilfe aktiv Tätige freue sie sich vor allem auch darüber, dass der Kreuzweg in eine Gemeinde komme, die Flüchtlinge aufgenommen hat. „Ich bin jetzt über 30 Jahre in der Flüchtlingshilfe tätig und bin sehr froh darüber, dass der Bürgermeister und die Bevölkerung hier in Prägraten den Mut haben, Menschen aufzunehmen, die einen schweren Kreuzweg gehen“, meinte sie abschließend.

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Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger

07. August 2015 um