Klassikkonzert mit Hackbrett und Hammerflügel

Eine höchst außergewöhnliche, weil äußerst selten zu hörende Instrumentenkombination, ist am 23. November in der Landesmusikschule Lienz zu hören: „Gehämmert und gehackt“.

Das Hammerflügel-(Barock)Hackbrett-Duo mit Wolfgang Brunner und Heidelore Schauer verspricht mit ihrem Klassikkonzert unter dem Titel „Gehämmert und gehackt“ ein seltenes Hörerlebnis. Schließlich kennt man das Hackbrett heute als Volksmusik-, aber nicht als virtuos konzertantes Instrument der Wiener Klassik und der Moderne. Im 18. Jahrhundert reisten Hackbrettvirtuosen durch ganz Europa und hinterließen dazu passende „Originalliteratur“. Der Hammerflügel versteht sich im Grunde als „umgebautes Hackbrett“, bei dem die Hämmerchen eben durch Tasten in Bewegung gesetzt werden. Obwohl klanglich sehr eigenständig, harmonieren die beiden Instrumente überraschend angenehm. Der Abend steht unter dem Motto „Mozart in Italien“, wobei auch Werke von Vivaldi, Bach oder anonymen Komponisten zu hören sein werden.

Wolfgang Brunner studierte unter anderem Schulmusik, Klavier, Historische Tasteninstrumente und Musikwissenschaften. Seit internationalen Wettbewerbserfolgen für Cembalo und Hammerflügel gastiert er regelmäßig bei allen bedeutenden europäischen Festivals für Alte Musik. Brunner unterrichtet am Salzburger „Mozarteum“ und hatte auch einen Lehrstuhl an der Ludwig Maximilians Universität München. Er veröffentlichte neben Artikeln im Bereich Historischer Tanzforschung außerdem bisher etwa 50 Tonträger mit seinem Barock-Ensemble „Salzburger Hofmusik“ wie auch als Solist, darunter viele Ersteinspielungen vom Frühbarock bis Carl Orff.

Heidelore Schauer erhielt ihren ersten Instrumentalunterricht im zarten Alter von nur fünf Jahren. Sie studierte an der Anton Bruckner Privatuniversität und schloss all ihre Studien mit ausgezeichnetem Erfolg ab. Gemeinsame Konzerte mit ihren beiden Professoren Karl-Heinz Schickhaus und August Humer, dem Bruckner-Orchester Linz, „musica fiorita“, dem Österreichischen Ensemble für Neue Musik, der Jungen Philharmonie Salzburg und vielen mehr zeigen ihr Engagement sowohl für die „alte“ als auch die „neue“ Musik. Seit 2010 leitet sie außerdem das Crossover Ensemble „KultUrig“.

Karten für das Konzert sind im Bürgerservicebüro in der Liebburg sowie an der Abendkasse erhältlich. Reservierung und Info unter der Tel. 04852/600-519 oder auf der Website www.stadtkultur.at

Text: Redaktion, Foto: Stadtkultur Lienz

17. November 2013 um