Kalser Dorfzentrum rückte ins Rampenlicht
Was 1995 mit einem Dorferneuerungskonzept begann, fand am Abend des 27.9. im Glocknerdorf mit der Eröffnung des neuen „Haus der Kultur“ seinen würdigen Abschluss.
Seit mehr als 10 Jahren ist die Bildung eines neuen Ortskernes in Kals Mittelpunkt der baukulturellen Prozesse. Im Laufe der Jahre entstand im Kalser Ortsteil Ködnitz Schritt für Schritt ein einheitliches Ensemble, das zeitgemäße Baukunst und gewachsene Strukturen harmonisch in Einklang bringt. Zwischen alter Gemeindekultur und moderner Architektur wurde ein neuer Dorfplatz entwickelt, um den sich das Glocknerhaus, das behutsam restaurierte Widum, die Pfarrkirche mit neu gestaltetem Friedhof, das Mehrzweckgebäude „Haus de calce“ und als neuestes Projekt das „Haus der Kultur“ reihen.
Die Eröffnung des Kulturhauses mit dem nach dem Alpenpionier Johann Stüdl benannten „Johann Stüdl-Saal“ stand am Freitagabend, 27.9., im Mittelpunkt einer spektakulären Performance aus Licht, Musik und Moderation. Die Gebäude im Ortskern erstrahlten glanzvoll im Licht, die Trachtenmusikkapelle Kals und Abordnungen der Kalser Vereine marschierten auf. In den Ansprachen wurden die Freude und der Stolz über das gelungene Ortszentrum deutlich. Die Fassade des Kulturhauses diente als Projektionsfläche für Filme, die Geschichte jedes einzelnen Baukomplexes im Ortskern wurde erläutert. Aus Anlass der Eröffnung wurde auch ein Buch über Johann Stüdl in zwei Sprachen (Tschechisch und Deutsch) vorgestellt. Im Anschluss an den Festakt waren alle Besucher, Einheimische wie Gäste und Ehrengäste zu einer kleinen Stärkung eingeladen bzw. konnten alle Gebäude eingehend besichtigt werden.
Philipp Brunner war für Osttirol heute vor Ort – hier seine Bilder.
Text: Redaktion

