Jos Pirkner (1927-2026): Ein Osttiroler mit Weltformat
Mit großer Betroffenheit nimmt Osttirol Abschied von einem der bedeutendsten österreichischen Bildhauer der Gegenwart. Der in Sillian geborene Künstler Jos Pirkner ist am 10. März 2026 im Alter von 98 Jahren im BKH Lienz verstorben.
Jos Pirkner galt seit Jahrzehnten als Doyen der Osttiroler Kunstszene. Seine Ausbildung führte ihn von Graz über Salzburg bis in die Niederlande, wo er im renommierten Atelier Brom arbeitete und an der Freien Akademie Utrecht studierte. Früh entwickelte er eine unverwechselbare Handschrift in Metallplastik, die ihm internationale Anerkennung einbrachte.
Monumentale Werke, die bleiben
Berühmt wurde Pirkner vor allem durch seine monumentalen Skulpturen aus Bronze, Silber und Glas. Sein wohl bekanntestes Werk, die „Bullen von Fuschl“, eine 22 Meter lange Gruppe aus 14 überlebensgroßen Stieren, gilt als die größte Bronzeplastik Europas und wurde zum ikonischen Symbol des Red-Bull-Hauptsitzes. Dieses Werk machte ihn weit über Österreich hinaus bekannt.
Doch auch zahlreiche andere Arbeiten – in Europa wie in den USA – zeugen von seiner künstlerischen Kraft und seinem Mut zu großen Formaten.
Ein Leben für die Kunst
Pirkner war nicht nur Bildhauer, sondern auch Maler und Architekt. Sein Werk ist geprägt von Energie, Experimentierfreude und einer tiefen Verbundenheit zu seiner Heimat. Selbst im hohen Alter arbeitete er unermüdlich weiter, plante neue Projekte und blieb ein kreativer Motor für viele junge Künstlerinnen und Künstler.
Abschied von einer prägenden Persönlichkeit
Mit dem Tod von Jos Pirkner verliert Osttirol eine außergewöhnliche Künstlerpersönlichkeit, deren Werke weit über die Region hinausstrahlen. Sein Schaffen bleibt – in Bronze, Glas und in den Herzen jener, die ihn kannten oder seine Kunst bewunderten.
Text: Redaktion, Foto: Toni Ausserlechner


