Fürstliche Klänge in der Pfarrkirche Matrei

Das Abschlusskonzert des internationalen Seminars in Virgen mit 115 Teilnehmern brachte ein einmaliges Klangbild in den Kirchenraum des Matreier Landdomes.

Das Ergebnis der dreitägigen intensiven Seminararbeit im Schulzentrum Virgen wurde als Abschlusskonzert in der Pfarrkirche Matrei am 28.9. vorgestellt. Allein die Einbindung des gesamten vorderen Kirchenschiffes entwickelte einen einmaligen Klang und versetzte den großen Kirchenraum in Schwingungen, die an die Sphärenklänge in oberitalienischen Kathedralen und Domen erinnerten. Ein Zuhörer brachte dies so zum Ausdruck: „Heute habe ich eine Ahnung davon erhalten, wie es im Himmel klingen wird“. Aber nicht nur klangprächtige, bis zu 16-stimmige Werke kamen zur Aufführung, sondern auch schlichte Sätze zu 4, 5 und 6 Stimmen, wie sie von engagierten Chören in unseren Landkirchen mit Instrumenten musiziert werden können und sollen. Denn dies sollte die Botschaft des Seminars sein: Wertvolle geistliche Chor-Musik soll hinaus getragen werden in die Dörfer und Städte, dargeboten von couragierten Chören und verantwortungsvollen Instrumentalisten. Erfreulich, dass unter den Teilnehmern auch viele Osttiroler zu finden waren, die sich musikalisch einbringen konnten und im Flair des international besetzten Seminars sichtlich wohl fühlten.

Am Wochenende vom 26. bis 28.9. fanden sich SängerInnen und MusikerInnen aus Bayern, Südtirol, verschiedenen österreichischen Bundesländern, allen Tiroler Landesteilen und der Schweiz in Virgen ein, um geistliche Musik des frühen 17. Jhdts. gemeinsam zu erarbeiten.

Am Wochenende vom 26. bis 28.9. fanden sich SängerInnen und MusikerInnen aus Bayern, Südtirol, verschiedenen österreichischen Bundesländern, allen Tiroler Landesteilen und der Schweiz in Virgen ein, um geistliche Musik des frühen 17. Jhdts. gemeinsam zu erarbeiten.

Ein Programm dieser Dimension in so kurzer Zeit zu erarbeiten, war nur möglich aufgrund der Kompetenz der musikalischen Referenten, allen voran Gesamtleiter Oliver Felipa Armas. „Von einer derart ´fürstlichen´ Instrumentalbesetzung wie in Virgen kann man normalerweise nur träumen“, erklärte Georg Schmid, Obmann des Vereines „Cantare et sonare“. Wer kann schließlich über acht hervorragende Posaunisten, junge Streicher auf Darmsaiten und historischen Bögen, Zinkenisten dieses Könnens (zwei davon aus Anras) verfügen? Seinen Angaben nach hat es sich auch bewährt, die besten Dozenten des jeweiligen Faches zu verpflichten: Henning Wiegräbe (Posaune) und Johanna Pschorr aus Stuttgart, Arno Paduch (Zink) aus Hannover, Ursula Sandbichler und Dominik Bernhard aus Innsbruck. „Der heuer eher seltene Sonnenschein-Nachmittag mag einige abgehalten haben, das Konzert zu besuchen. Die dabei gewesen sind, vor allem aber die 115 TeilnehmerInnen des Seminars, werden die Botschaft von dieser herrlichen Musik und vom wunderschönen Iseltal hinaus in ihre Städte und Dörfer tragen“, so Schmid abschließend.

Text: Kulturredaktion, Fotos: Gemeinde Virgen

07. Oktober 2014 um