Franz Riedls „Raumordnung“ in der Kunstwerkstatt
In Papier geschnittene und gefaltete Reliefs, Fotoarbeiten sowie Objekte und Installationen stellt Franz Riedl ab 21. März 2016 in der Kunstwerkstatt Lienz aus.
„Jeder von uns hat Erfahrung mit optischen Täuschungen, deren Besonderheit darin liegt, dass sie unsere Wahrnehmung auch noch dann irritieren, wenn unsere Vernunft sie schon längst durchschaut hat. Franz Riedl nimmt dieses Faktum zum Anlass für die Gestaltung neuer Räume, die er auf bestehenden, vorgefundenen aufbaut und als deren persönliche Deutung versteht“, so fasst Mag. Rudolf Ingruber, Leiter der Kunstwerkstatt Lienz, die künstlerische Arbeit von Franz Riedl zusammen.
Dabei bevorzugt der an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Bruno Gironcoli ausgebildete Künstler drei Verfahren: In Papier geschnittene und gefaltete Reliefs erzeugen dreidimensionale Gebilde. Fotoarbeiten wiederholen zeichnerisch die Grundeinheiten reiner Funktionsbauten und projizieren diese hinaus in den städtischen Raum. Seine Objekte und Installationen verändern ihren jeweiligen Aufstellungsort und definieren ihn für die Dauer der Ausstellung neu.
Allen Arbeiten gemeinsam ist, dass sie bewusst die aus unserem neuzeitlichen Bildverständnis abgeleiteten Sehgewohnheiten thematisieren und den Betrachter auffordern, die Bilder nicht nur im passiven Schauen, sondern auch körperlich aktiv zu erleben.
Eröffnung am Freitag, 18. März 2016, 19.00 Uhr, in der Kunstwerkstatt der Lebenshilfe in der Mühlgasse 8a in Lienz. Die Ausstellung ist von 21. März bis 22. April 2016 geöffnet, und zwar Montag bis Freitag, von 10.00 bis 12.00 Uhr und von 13.30 bis 17.00 Uhr. Zusätzlich ist die Schau jeweils Donnerstagabend, von 18.00 bis 20.00 Uhr, zugänglich.
Text: Redaktion, Foto: Kunstwerkstatt Lienz
