Echte Volkskultur: Musiker aus Osttirol ausgezeichnet

Erstmals in der Vereinsgeschichte wurde die Jahreshauptversammlung des Tiroler Volksmusikvereines in Osttirol abgehalten. Sie ging am 14.5. in Lavant über die Bühne.

Traditionellerweise findet im Vorfeld der Versammlung am Christi Himmelfahrtstag ein Mariensingen statt. Das „Asslinger Flügelhorntrio“, die „Brüder Gliber“, das „Duo Saitenverkehrt“, die „Geschwister Senfter“ und die „Osttiroler Geigenmusig“ bereiteten den überaus zahlreich erschienenen Besuchern mit ihren Marienliedern und ruhigen Weisen eine stimmungsvolle Stunde in der Wallfahrtskirche Lavant. Auch Dekan Mag. Bernhard Kranebitter und Martha Lukasser gingen mit ihren Texten passend auf das Thema Maria ein.

Stimmungsvolles Mariensingen in der Wallfahrtskirche von Lavant

Stimmungsvolles Mariensingen in der Wallfahrtskirche von Lavant

Anschließend lud der Tiroler Volksmusikverein nicht nur seine Mitglieder, sondern auch Freunde und Interessierte zur Jahreshauptversammlung in die Römerstube ein. Obmann Peter Margreiter konnte den Bürgermeister der Gemeinde Lavant, Oswald Kuenz, und die Landtagsabgeordneten DI Hermann Kuenz und Josef Schett als Ehrengäste begrüßen. Zuerst stellte er den ca. 120 Anwesenden die Vorstandsmitglieder und Gebietsreferenten, sowie die Mitglieder der Arbeitsgruppe Osttirol vor. Dann folgte der Jahresbericht, bei dem die größten Projekte stellvertretend für über 200 Veranstaltungen in ganz Tirol präsentiert wurden. Der Alpenländische Volksmusikwettbewerb, das Tiroler Adventsingen, die Tiroler Musizierwoche, die Tiroler Singwoche und viele weitere Seminare wie das Osttiroler Musizierwochenende bilden den Hauptaufgabenbereich des 1.300 Mitglieder zählenden Vereins. Außerdem werden in allen Landesteilen Volksmusik-Konzerte, Musikantenhoangaschte und -Stammtische organisiert.

Jahreshauptversammlung des Tiroler Volksmusikvereines am 14.5. in der Römerstube in Lavant

Jahreshauptversammlung des Tiroler Volksmusikvereines am 14.5. in der Römerstube in Lavant

Der eigentliche Höhepunkt war die Ehrung von einigen Osttiroler Musikgruppen, denen für ihre jahrelange, vorbildhafte Tätigkeit für die Tiroler Volkskultur Dank und Anerkennung ausgesprochen wurde. Die „Brüder Gliber“, die „Großglocknerkapelle Kals“, der „Lukasser Zwoagsang“, die „Oberleibniger“, die„ Osttiroler Geigenmusig“, die „Seespitzler“ und die „Rotspitzler“ konnten sich über diese Wertschätzung freuen. Auch Fritz Joast, der Organisator des Weisenbläsertreffens am Zupalsee, und Thomas Steiner, ein Volksmusikant der ersten Stunde, erhielten Dank und Anerkennung für ihre Verdienste. Martin Gratz wurde mit dem Silbernen Ehrenzeichen des Tiroler Volksmusikvereins ausgezeichnet.

Bürgermeister Oswald Kuenz zeigte sich beeindruckt von dem umfangreichen Tätigkeitsbericht und freute sich, dass im Verein sehr viel für die Jugend getan wird. LA Hermann Kuenz fand ebenfalls lobende Worte und sicherte als Obmann des Finanzausschusses der Tiroler Landesregierung die finanzielle Unterstützung für die nächsten Jahre zu. Aus den Wortmeldungen der Anwesenden ging ganz deutlich das Bedauern über die Abschaffung der „Tiroler Morgenweis“ von Radio Tirol hervor. Möglichst viele sollten ihre Meinung direkt beim ORF mittels E-Mail oder Anruf kundtun. Auch ein Einschreiten von politischer Stelle wäre wünschenswert.

Mit viel Musik und Gesang fand die Jahreshauptversammlung, zu der auch 40 Nordtiroler Vereinsmitglieder sowie Abordnungen aus Südtirol und Bayern gekom

Text: Eva Wibmer, Fotos: Tiroler Volksmusikverein

 

 

16. Mai 2015 um