„Drehmoment“ von Bernd Oppl im RLB Atelier

Mit Fragen der räumlichen Wahrnehmung und Assoziation konfrontiert der in Wien lebende Tiroler Künstler Bernd Oppl den Betrachter ab 21. März im RLB Atelier in Lienz.

Bernd Oppl, 1980 in Innsbruck geboren, setzt sich in seiner künstlerischen Herangehensweise mit Architektur und dem Medium Film auseinander. Er geht der Frage nach, wie Räume auf uns wirken und welche Emotionen oder Assoziationen sie auslösen. Oppl arbeitet mit Videoskulpturen, Fotografien und technisch aufwändigen Raummodellen, die einerseits optische Täuschungen sichtbar machen, und andererseits Apparaten aus den Anfangszeiten der Filmtechnologie nachempfunden sind.

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Im linken Bildrand zu erkennen: das „Praxinoskop“

Der Künstler selbst über sein Werk: „Mich interessiert, den Raum in etwas Instabiles zu verwandeln und unsere gewohnheitsmäßige Raumerfahrung zu verunsichern.“ Das gelingt ihm etwa mit der in der Ausstellung präsentierten Arbeit „Korridor“ von 2009, die auf Stanley Kubrick’s Horror-Meisterwerk „Shining“ verweist und die unendlichen Gänge des abgelegenen Berghotels als Synonym des Unheimlichen nachzeichnet. Das von Reynaud um 1877 entwickelte Vorläuferverfahren des Films greift Oppl mit dem Objekt „Praxinoskop“ auf. Es ist dies eine Art Trommel mit Abbildungen, bei deren Drehung der Eindruck eines bewegten Bildes entsteht.

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„City of Quarz“ kreist um die Wahrnehmung von Architektur und zeigt Bilder, die mit analoger Mehrfachbelichtung direkt in der Kamera zu einem zusammengefügt werden.

Bernd Oppl studierte Malerei und Grafik an der Kunstuniversität Linz sowie Video und Videoinstallation an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Heuer nahm der 2008 mit dem Förderpreis für zeitgenössische Kunst des Landes Tirol ausgezeichnete Künstler bereits in Ausstellungen im französischen Maubeuge sowie in Den Haag, Amsterdam und Istanbul teil. Die Ausstellung „Drehmoment“ wird am 21. März um 19.00 Uhr im RLB Atelier Lienz, Johannesplatz 4, eröffnet und ist ab 24. März immer Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 8.00 bis 12.15 Uhr und von 14.00 bis 16.00 Uhr sowie donnerstags von 8.00 bis 12.15 Uhr und 14.00 bis 17.30 Uhr zu sehen.

2012 erhielt Bernd Oppl den Förderpreis des RLB Kunstpreises, der auch heuer wieder ausgeschrieben wird. Teilnahmeberechtigt sind alle Künstlerinnen und Künstler, die im Bundesland Tirol geboren sind oder seit mindestens fünf Jahren ihren ordentlichen Wohnsitz in Tirol haben und nicht älter als 40 Jahre sind (Jahrgänge 1974 und jünger). Die Arbeiten müssen im Zeitraum Montag, 31. März, und Dienstag, 1. April 2014, 10.00 bis 18.00 Uhr, in der Raiffeisen-Landesbank Tirol AG in Innsbruck abgegeben werden. Alle Infos zur Teilnahme am RLB Kunstpreis 2014 sind auf www.rlb-kunstbruecke.at zu finden!

Text: Judith Goritschnig, Fotos: RLB Kunstbrücke

19. März 2014 um