„Das bedrohte Paradies“ – frühe Farbbilder im Schloss

Bilder aus der Frühzeit des Mediums Fotografie von Heinrich Kühn sind ab 10. September im Westtrakt von Schloss Bruck zu sehen. schlossbruck-HeinrichKuehn-gruppe-gal1Der in Dresden geborene und später in Tirol ansässige Heinrich Kühn (1866 – 1944) zählt zu den Pionieren der internationalen Kunstfotografie. Zwischen 1890 und 1913 beschäftigte er sich intensiv mit Autochromen (Durchscheinbilder), deren Farbqualität derart grandios ist, dass der Künstler selbst von „gefährlich bunten Bildern“ sprach.

Landschaften, Porträts seiner Familie und Stillleben wirken wie impressionistische Gemälde und entstehen durch aufwändige Bildinszenierungen und das Wechselspiel von Schärfe und Unschärfe. Geschätzte 350 Autochrom-Platten von Heinrich Kühn sind erhalten. Da die Originale wegen ihrer Lichtempfindlichkeit nicht mehr öffentlich ausgestellt werden können, wurden sie hochauflösend digitalisiert und auf Glas gedruckt.

Die Ausstellung im Westtrakt von Schloss Bruck bietet mit über 50 Autochromen und Farbdrucken einen repräsentativen Überblick über Kühns fotografisches Werk. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Südtiroler Landesmuseum für Kultur und Landesgeschichte Schloss Tirol und mit Unterstützung der Österreichischen Nationalbibliothek, der Firma Durst und der Kulturstiftung des Bundes (Deutschland).

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Die Vernissage findet am Donnerstag, 10. September, um 19.00 Uhr, auf Schloss Bruck statt. Zur Ausstellung sprechen Kurator Markus Heltschl, der Kunsthistoriker Prof. Peter Weiermair sowie Dr. Benedikt Erhard von der Kulturabteilung des Landes Tirol.

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Im Zuge der Ausstellung wird am Donnerstag, 17. September 2015, im Kino CineX in Lienz Markus Heltschls  Film „Das bedrohte Paradies – Der Photograph Heinrich Kühn“ gezeigt. Die Ausstellung ist von 11. September bis 26. Oktober 2015, täglich außer Montag, von 10.00 bis 16.00 Uhr, geöffnet. Sie wird im nächsten Jahr fortgesetzt (13. Mai bis 3. Juli 2016, täglich außer Montag, 10.00 bis 18.00 Uhr).

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Heinrich Kühn

02. September 2015 um