Chris Lohner spricht in Lienz über das Älterwerden

„Nein, ich will keinen Seniorenteller“ – Chris Lohner erklärt in dieser szenischen Lesung am 25. August auf Schloss Bruck, warum sie Seniorenreisen und Seniorenabende ablehnt.

Chris Lohner kennt fast jede/r ÖsterreicherIn – wenn nicht von ihrer höchst erfolgreichen Karriere als Model, Schauspielerin, ORF-Sprecherin und Moderatorin her, so vielleicht als Schriftstellerin oder als die unverwechselbare Stimme, die sogar Zugverspätungen angenehm erscheinen lässt. Als der Regisseur und Autor Uli Brée erstmals das Buch der Engländerin Virginia Ironside „Nein, ich will keinen Seniorenteller. Das Tagebuch der Marie Sharp“ in die Hände bekam, dachte er, dass man diese Geschichte unbedingt auf die Bühne bringen müsste. Aber erst als er Chris Lohner traf, hatte er die perfekte Interpretin dafür gefunden.

Das Thema ist „Älterwerden“. Es wird ja viel für ältere Menschen getan – es gibt viele Seniorenabende, Seniorenreisen, sogar eine Seniorenpartei – und eben Seniorenteller. Chris Lohner mag das alles nicht. Sie sieht sich einfach nur als Mensch und will sich nicht in eine werberelevante Zielgruppe einordnen lassen. Die Buchvorlage – das nachdenkliche Tagebuch einer Frau, die sich weigert, so zu tun, als wäre sie noch immer zwanzig und auch keinen Grund darin sieht, nur noch auf den Tod zu warten – ist am Samstag, 25. August 2012, um 20.00 Uhr, auf Schloss Bruck als szenische Lesung zu sehen.

Bei Schlechtwetter findet die Veranstaltung im Saal der Musikschule statt, ab 19.00 Uhr ist am Veranstaltungstag wieder das bewährte „Schlechtwettertelefon“ unter 04852/600-306 besetzt. Karten im Bürgerservicebüro in der Liebburg und an der Abendkasse, Infos und Reservierung unter 04852/600-513 oder auf www.stadtkultur.at

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Stadtkultur Lienz

23. August 2012 um