Brugger präsentierte Buch „Interaktionsskulpturen“
In seinem Ausstellungsraum am Marstallweg in Matrei in Osttirol präsentierte Mag.art. Josef Sebastian Brugger am Freitag, 17. Juli 2015, seinen 102 Seiten starken Bildband.
Zahlreiche Kollegen aus der Kunstszene und dem Tischlergewerbe sowie Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft wohnten am Freitag, 17. Juli, dieser ganz besonderen Buchpräsentation bei. Sepp Brugger absolvierte zunächst die Tischlerlehre im väterlichen Betrieb in Matrei und studierte von 1962 bis 1968 an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Nach der Tätigkeit in einem Architekturbüro in München legte er die Tischlermeisterprüfung ab, übernahm den Betrieb seines Vaters und baute ein Büro für Innenarchitektur auf. Nebenbei unterrichtete er an der Berufsschule in Lienz und am WIFI Innsbruck – dort unter anderem als Ausbildungslehrer zur Vorbereitung auf die Tischlermeisterprüfung.
„Sepp Brugger war und ist ein kreativer Partner der Tischlerinnung auf Bundes-, Landes- und Bezirksebene und hat sich immer für das Wohl der Innung und der Wirtschaftskammer eingesetzt. Deswegen ist es uns eine Ehre, ihn bei der Veröffentlichung dieses Buches ein wenig zu unterstützen“, so Mag. Reinhard Lobenwein, Leiter der Wirtschaftskammer Lienz, bei der Präsentation. Er bezeichnete den Buchautor als Künstler, Querdenker und Philosophen, hob besonders aber auch seine Meisterlichkeit hervor. „Jos Pirkner hat einmal gesagt, am meisten geehrt fühlt er sich, wenn er als Meister bezeichnet wird, weil neben dem kreativ-künstlerischen Aspekt der handwerkliche die wesentliche Rolle spielt“, so Lobenwein.
Der Künstler Sepp Brugger bezeichnet sich selbst nicht als Bildhauer, sondern als „Bildbauer“. Seine Skulpturen seien eine Weiterentwicklung der Handwerklichkeit. Ein echter Künstler müsse über emotionale, kognitive und manuelle Intelligenz verfügen, erst dann werde das Handwerk zur Kunst. Reinhard Lobenwein berichtete, dass man von der Wirtschaftskammer aus mit Gästen aus der ganzen Welt immer wieder Ausstellungsraum und Werkstatt Bruggers in Matrei besuchen würde. „Erst vor Kurzem war eine Kunstprofessorin von der Harvard-Universität von Sepp Bruggers Kunst überaus begeistert und bezeichnete die Skulpturen als eine Art Rückbesinnung auf das haptisch-faktische in der Kunst in einer Welt, in der die virtuell-digitale Kunst immer mehr den Ton angebe“, so Lobenwein. Als „perfekt“ bezeichnete Sepp Brugger die Fotografien von Martina Mühlstätter und DI Wolfgang Retter, die im Bildband zu sehen sind.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Brunner Images





