Ganz besonderer Schauraum in Dölsach eröffnet

Der Schauraum im Zentrum von Dölsach hat die Form einer Handyverpackung. Zu sehen sind Werke des Bildhauers Lois Fasching – Eröffnung am Sonntag, 30. November 2014.

„Wir wollten mit diesem Schauraum mitten in Dölsach dem urbanen Raum einen besonderen Akzent entgegen setzen, der den höchsten Ansprüchen genügt“, so der Dölsacher Künstler Lois Fasching bei der Eröffnung am Sonntag, 30. November 2014. Der Raum im Ausmaß von ungefähr 3 x 6 Metern wurde auf dem Areal des Kürbisbauern Roland Zojer rund hundert Meter unterhalb des Tirolerhofes eingerichtet. Die Architektin DI Astrid Tschapeller – eine gebürtige Dölsacherin – hat den Raum gestaltet, die Kunstwerke von Lois Fasching kann man durch eine große Glasscheibe bestaunen.

„Unsere Intention war es, mitten in unserem Dorf eine besondere Kunstwelt zu schaffen. Die Vitrine könnte genauso in der Kärntner Straße in Wien stehen. Astrid Tschapeller – sie hat unter anderem schon viele M-Preis Filialen gestaltet – ist hier wieder ein außergewöhnliches Werk gelungen“, erklärt dazu Lois Fasching.

Bei der Eröffnung der Vitrine v.l.n.r.: Bildhauer Lois Fasching, Kürbisbauer und Eigentümer Roland Zojer, Bgm. Josef Mair

Bei der Eröffnung der Vitrine v.l.n.r.: Bildhauer Lois Fasching, Kürbisbauer und Eigentümer Roland Zojer, Bürgermeister Josef Mair

Der Schauraum hat die Form einer Handyverpackung, ein Modell davon ist auch im Inneren aufgestellt. Handwerklich umgesetzt hat ihn Kürbisbauer Roland Zojer selbst. „Roland Zojer ist handwerklich äußerst begabt und arbeitet mit verschiedensten Materialien. Innen ist der Raum aus Holz, und er wurde schwarz ausgemalt. Die Architektin hat den scharfen Kanten meiner Skulpturen eine weiche Umgebung entgegen gesetzt“, erklärt Lois Fasching. So wurde der Innenraum von Astrid Tschapeller abgerundet gestaltet.

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Mit dem Schauraum mitten in Dölsach wollten Architektin DI Astrid Tschapeller, Kürbisbauer Roland Zojer sowie Bildhauer Lois Fasching dem Trend zum Urbanen einen besonderen Akzent entgegen setzen.

Lois Fasching zeigt mit seinen Skulpturen einen Querschnitt durch alle Materialien, mit denen er arbeitet. Eine Landschaft aus dem Material Heu ist genauso zu sehen wie zwei Frauenfiguren, die der Künstler aus Holz und in seiner Kettensägen-Technik gearbeitet hat. Die Figuren zeigen die ermordete pakistanische Staatspräsidentin Benazir Bhutto und eine Kuna-Indianerin von den San Blas-Inseln.

„Wir wollen mit diesem außergewöhnlichen Raum in unserem Dorf dem Trend zum Urbanen etwas entgegen setzen. Unsere Dörfer werden ja bekanntlich immer mehr ausgedünnt, ein gewisser Überraschungseffekt ist mit unserer Vitrine durchaus beabsichtigt“, so Bildhauer Lois Fasching abschließend.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Brunner Images

 

01. Dezember 2014 um