Besondere Jubiläumsfeier in Obermauern
Am 7.9. lud der Kulturausschuss der Gemeinde Virgen nach Maria Schnee, um Therese Fuetsch, die seit 30 Jahren Besucher durch die Wallfahrtskirche in Obermauern führt, zu ehren.
An die 100 interessierte Besucher folgten der Einladung zur Jubiläumsführung. Für einen würdigen Rahmen der Feierlichkeit sorgten Bläser der Musikkapelle Virgen. Der Virger Bauernladen bot heimische Schmankerln fürs leibliche Wohl. Therese Fuetsch stammt ursprünglich aus Wien, ihr Lebensweg führte sie durch ihre Heirat mit dem Künstler Prof. Gottfried Fuetsch nach Virgen. Eher durch Zufall kam sie als damalige Obfrau des TVB zur Aufgabe, interessierten Menschen die Wallfahrtskirche von Obermauern näher zu bringen. „Die Nachfrage nach Führungen in Maria Schnee war groß, und da es niemanden sonst gab, bin ich eingesprungen“, erzählte die rüstige 81-Jährige.
24Seit 1982 begeistert sie nunmehr die Besucher – durch fachkundiges Wissen, aber auch durch ihre Empathie und Herzlichkeit. Für sie sind die Kirchenführungen wohl auch eine Berufung: „In den fast 30 Jahren, in denen ich mich mit dieser Kirche beschäftige, bekam ich eine andere Beziehung zum Glauben.“ Die Führungen stellen für Therese aber auch deshalb eine Bereicherung dar, weil sie so sehr viele interessante Menschen kennen lernen konnte. Es dürften wohl an die 18.000 Besucher gewesen sein, die sie in den 30 Jahren durch und um die Kirche Maria Schnee führte.
Anlässlich der Jubiläumsführung sprach der Kulturreferent der Gemeinde Virgen, GR Leopold Bstieler, Therese Fuetsch großen Dank und höchste Wertschätzung aus: „Alljährlich pilgern hunderte Wallfahrer nach Maria Schnee. Für viele sind vor allem die Fresken des Simon von Taisten ein Anziehungspunkt. Keiner weiß wohl die versteckten Symbole und Zeichen so zu lesen und zu deuten wie Resi.“
„Die allwöchentlichen Kirchenführungen bereichern auch das touristische Angebot“, würdigte auch Bürgermeister Ing. Dietmar Ruggenthaler ihr Tun. „Ihr Einsatz ist noch höher einzuschätzen, wenn man weiß, dass Resi seit etlichen Jahren an einer schweren Sehbehinderung leidet. Dennoch meistert sie ihre Führungen mit Bravour, kennt sie doch die Kirche in- und auswendig. Der Besucher merkt kaum etwas von ihrer Sehschwäche.“ Seitens der Gemeinde wurde Therese Fuetsch als Zeichen des Dankes ein kleines Präsent überreicht.
Text: Kulturredaktion, Fotos: Gemeinde Virgen