Pfingstverkehr: Gefährliches Wochenende steht bevor

Durch das hohe Verkehrsaufkommen ist das Pfingstwochenende eines der gefährlichsten im Straßenverkehr. Motorradfahrer sind vor allem zu dieser Zeit zusätzliches Risiko.

204 Verkehrsunfälle ereigneten sich am Freitag vor dem Pfingstwochenende im Jahr 2014 in Österreich. Damit war dieser Freitag der Tag mit den meisten Verkehrsunfällen im gesamten Jahr. Am Dienstag und Mittwoch nach Pfingsten wurden 2014 noch jeweils 193 Unfälle registriert. Auch das bevorstehende Pfingstwochenende wird wieder eines der gefährlichsten Wochenenden im Straßenverkehr des ganzen Jahres werden, teilt das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) heute mit. „Zu Pfingsten ist aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens mit Stress, Staus und brenzligen Verkehrssituationen zu rechnen. Eine defensive Fahrweise und vor allem auch die gegenseitige Rücksichtnahme sind besonders wichtig, damit alle sicher ans Ziel kommen“, so KFV-Direktor Dr. Othmar Thann.

Eine zusätzliche Risikogruppe seien besonders auch zu Pfingsten die Motorradfahrer. Hauptunfallursachen bei Motorradunfällen sind nicht angepasste Geschwindigkeit, Fahrfehler, Unachtsamkeit und riskante Manöver beim Überholen. „Eine maßgeschneiderte Ausbildung, die den Sicherheitsbedürfnissen und der persönlichen Situation dieser Zielgruppe entspricht, ist genauso wichtig, wie passende Ausrüstung und Erfahrung mit dem motorisierten Zweirad“, so Thann. Die Fahrerfahrung mit dem Auto könne nicht nahtlos auf das Motorradfahren umgelegt werden.

Die Tiroler Polizei teilt mit, dass sie am Pfingstwochenende – insbesondere von Freitag, 13. Mai, bis Pfingstmontag – eine intensive Überwachung des Individual-, Ausflugs- und Reiseverkehrs durchführen wird. Ziel sei es, durch präventive und repressive Maßnahmen das Unfallgeschehen möglichst gering zu halten. Der Einsatz der Polizei werde sich auf sensible Strecken und Zeiten, zu denen sich erfahrungsgemäß besonders viele Verkehrsunfälle ereignen (zwischen 13.00 und 19.00 Uhr bzw. zur Nachtzeit), konzentrieren. Besonderes Augenmerk werde man bei den Kontrollen auf die Hauptunfallursachen legen, nämlich Geschwindigkeit, Sicherheitsabstand, Alkohol und Ablenkung, etwa durch Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung.

Text: Redaktion, Symbolfoto: Brunner Images

11. Mai 2016 um