„Einem sicheren Sommer am Berg steht nichts mehr im Wege!“
Durch gemeinsame Ausbildungen wollen sich Bergretter und Bergführer „fit“ für die kommenden Herausforderungen machen. Am 2.5. startete die erste Schulungseinheit.
Hygienerichtlinien haben im Rettungsdienst schon immer eine Rolle gespielt – auch in der Versorgung von Notfallpatienten am Berg im Rahmen des Bergrettungsdienstes. Die letzten Wochen der Coronakrise haben allerdings auch den Bergrettern vor Augen geführt, dass zukünftig auch im Rahmen des Bergrettungsdienstes Adaptierungen notwendig sein werden.
Die Corona-Krise verändert auch die Rahmenbedingungen für Bergretter und Bergführer. Bergretter rücken jetzt mit Mundschutz zu ihren Einsätzen aus, um sich gegenseitig und die Patienten zu schützen.
Von Beginn der Corona-Krise an wurde deshalb in der Bergrettung Tirol ein sogenanntes COVID-19 Team installiert, um die Blaulichtorganisation durch diese schwierige Zeit zu führen. Dem Team gehören zwei Ärzte sowie drei hauptamtliche und medizinisch ausgebildete Bergretter an. Eine Zielsetzung der Arbeitsgruppe war es, ein Hygienekonzept zu erstellen und daraus aufbauend auch, nach Vorgaben des Bundes, ein Schulungskonzept zu entwickeln.
Im Bild (v.l.n.re.): Markus Isser, medizinischer Ausbildungsleiter der Bergrettung Tirol, Dr. Josef Burger, Landesarzt der Bergrettung Tirol, Walter Zörer, der Vorsitzende des österreichischen Bergführerverbandes, Albert Leichtfried, der Ausbildungsleiter des österreichischen Bergführerverbandes sowie Hermann Spiegl, der Landesleiter der Bergrettung Tirol.
Mit dem nächsten Schritt – die medizinischen Ausbildner der Bergrettung Tirol in diesem Hygienekonzept nach dem „Train the Trainer“-Prinzip zu schulen – konnte nun, nach Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen, am Samstag, 2.5.2020, begonnen werden. Diese Schulung ist die Grundlage dafür, in der Folge nun alle Ortsstellen in ganz Tirol entsprechend zu informieren. Da sich einige Ausbildner des Tiroler Bergführerverbandes unter den Ausbildnern der Bergrettung Tirol befinden, setzten sich die Verantwortlichen vorab mit dem Bergführerverband in Verbindung. Als Ergebnis dieser Kontaktaufnahme nahmen an der Schulung am Samstag auch Vertreter sowie Mitglieder des Bergführerverbandes teil bzw. sollen künftig nun alle Tiroler Bergführer-Sektionen mit den Vorgaben und Richtlinien des Hygienekonzeptes vertraut gemacht werden.
Das Ansteckungsrisiko am Berg in geführten kleinen Gruppen ist, wie man von Seiten des Bergführerverbandes betont, nachweislich geringer als in vielen anderen Bereichen von Sport und Wirtschaft.
So steht, wie die Verantwortlichen von Bergrettung und Bergführerverband betonen, einem sicheren Sommer in den Tiroler Bergen nichts im Wege! Weiterhin top ausgebildete Mitglieder der Bergrettung Tirol sorgen für professionelle Hilfe im alpinen Gelände und bestens geschulte Mitglieder des Bergführerverbandes für die Sicherheit der Gäste unter Berücksichtigung der aktuellen Hygienestandards.
Text: J. Hilgartner, Fotos: Martin Lugger, Zoom Tirol, Bergrettung Tirol, ServusTV/Planet

